Besonders FPÖ-Innenminister Herbert Kickl wird vom Falter regelmäßig mit teils absurden Vorwürfen angepatzt.

Bild: FPÖ
„Falter“ wirft „unzensuriert“ vor, zu hetzen und absichtlich Lügen zu verbreiten

Während die linksgesteuerten Kampagnen gegen Innenminister Herbert Kickl zunehmend in sich zusammenbrechen – etwa durch die gestrige Aussage der Staatsanwältin Ursula Schmudermayer zur Causa BVT – , überschlägt sich der Falter in seiner aktuellen Ausgabe nur so vor Halbwahrheiten oder plumpen Falschmeldungen über Kickl und sein Umfeld. Natürlich darf in der Verunglimpfungs-Liste auch unzensuriert nicht fehlen.

Unter dem Titel „Das System“ zieht Autor Florian Klenk alle verschwörungstheoretischen Register, um das Innenministerium unter Kickl als Hort des Bösen darzustellen, in dem gegen alle bisherigen Gepflogenheiten und ohne Rücksicht auf die ministerielle Hierarchie herumgefuhrwerkt wird, um den Polizeiapparat auf blaue Linie zu bringen.

Unter Berufung auf anonym bleiben wollende Informanten aus „nächster Nähe des Ministers“ zieht Klenk über Kickls Mitarbeiter her, weil diese aus der Polizeigewerkschaft AUF oder anderen FP-nahen Gremien stammen. Woher sollen sie denn sonst kommen? Aus der Löwelstraße?

Ein kleiner Auszug aus dem Verunglimpfungs-Konvolut:

Im Ministerkabinett werkelt zudem Alexander Höferl als „Fachreferent Operative Kommunikation“. Er erwarb sich seine Qualifikation als ehemaliger Chefredakteur des rechten Fake-News-Mediums unzensuriert.at, einer digitalen Parteizeitung der FPÖ, die von Facebook gesperrt wurde, weil sie so sehr hetzt. In einer RTL-Undercover-Reportage auf Yourtube sieht man, wie er ganz offen dazu steht, Lügen ins Netz zu ballern.

Selbst in linken Medien finden sich selten so viele Falschmeldungen in nur einem einzigen Absatz. Hier die Fakten:

Medienprofi als Ministeriumsmitarbeiter – warum nicht?

Alexander Höferl erwarb sich seine Qualifikation bei der NÖN, beim ORF, als Presssprecher des Dritten Nationalratspräsidenten und im Kommunikationsbüro der FPÖ. Warum soll ein Medienschaffender mit solchen Qualifikationen nicht in einem Ministerbüro „werkeln“?

Unzensuriert als „rechtes Fake-News-Medium“?

Unzensuriert ist keine „digitale Parteizeitung der FPÖ“, sondern wird von der 1848 Medienvielfalt Gmbh herausgegeben, was ohne Probleme in unserem Impressum nachgelesen werden kann. Was den Vorwurf betrifft, wir seien ein „rechtes Fake-News-Medium“, dürfen wir auf den Duden verweisen. Dort bedeutet fakenews: „in den Medien und im Internet, besonders in den Social Media, in manipulativer Absicht verbreitete Falschmeldungen“. Was wir definitiv nicht tun.

Facebook entschuldigte sich für irrtümliche Sperre

Unzensuriert wurde vergangene Woche (26. September) tatsächlich und ohne Angabe konkreter Gründe – also auch nicht, weil es „so sehr hetzt“ – von Facebook gesperrt. Das hätte ein ordentlich recherchierender Journalist problemlos bei uns nachlesen können. Auf den sofortigen Einspruch der Unzensuriert-Geschäftsführung folgte zwei Tage später eine schriftliche Entschuldigung von Facebook, in der man einen „Irrtum“ anführte und die Seite sofort wieder frei schaltete.

„Undercover-Reportage“ war plumper Schwindel

Die von Klenk zuletzt erwähnte angebliche „RTL-Undercover-Reportage“ war in Wirklichkeit ein Schmierentheater der untersten Schublade: Eine deutsche Reporterin hatte sich unter falschem Namen und mit falscher Email-Identität als potentielle neue Mitarbeiterin für unzensuriert.de beworben und das Erstgespräch mit Unzensuriert-Mitarbeitern in Wien heimlich mitgefilmt. Unter anderem erfuhr sie dabei, dass unzensuriert.de primär vom Mainstream verschwiegene Themen der AfD hervorheben soll – ähnlich wie die Österreich-Ausgabe der Onlinezeitung dies mit der FPÖ tut – ohne dabei eine „Parteizeitung“ zu sein.

Dies ist allerdings weder neu noch besonders ungewöhnlich – und schon gar kein „Lügen ins Netz ballern“. Medien wie der Falter berichten deklariert linkslastig und stehen Rot-Grün nahe. 

Falter-Informationswert eher bescheiden

Nimmt man allein die in diesem einen Absatz- offensichtlich wider besseres Wissen – ins Blatt „geballerten“ Falschmeldungen, kann man sich in etwa vorstellen, welchen tatsächlichen Informationswert der Rest des Artikels hat. Chefredakteur (!) Klenk hat anscheinend nur eine Intention dabei: Innenminister Herbert Kickl und dessen Umfeld in den Schmutz zu ziehen. Aber nicht einmal das ist etwas Neues. 

Was könnte hinter hinter all diesen Entgleisungen stecken?

Nun, so viel kann man jedenfalls festhalten: Der Falter hatte, was die Förderungen durch die öffentliche Hand betrifft, schon rosigere Zeiten gehabt. Unzensuriert.at warf einen Blick in die Medientransparenzdatenbank. Hatte der Falter im ersten Quartal 2017 noch knapp 280.000 Euro an Inseratengeldern lukriert, so sind es im gleichen Zeitraum 2018 nur noch etwas mehr als 105.000 Euro. Mehr als 60.000 Euro gab es im 1. Quartal 2017 allein vom Sozialministerium. Nun gibt es von dieser Seite nichts mehr. Auch die 35.000 Euro vom Gesundheitsministerium und die 5.355 Euro vom Hauptverband der Österreichischen Sozialversicherungsträger sind dem Falter als Inseratengelder offensichtlich abhanden gekommen – und auch die 5.908,50 Euro des MUMOK. (Weniger Geld für Inserate? Weshalb Falter-Klenk so gegen die FPÖ auszuckt)

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