Petr Bystron, der Vorsitzende des AfD-Landesverbandes Bayern, freut sich über das Ergebnis der AfD bei den bayrischen Landtagswahlen am 14. Oktober.

Foto: Bild: Metropolico / Wikimedia (CC BY-SA 2.0)
Bayern-Wahl: CSU und SPD verlieren, Grüne, Freie Wähler und AfD gewinnen

Zum ersten Mal kandidierte die AfD für den bayrischen Landtag. Schon die Bundestagswahl hatte gezeigt, welches Potenzial im Freistaat für die Partei steckt. Bei der Bundestagswahl 2017 erhielt die AfD 12,4 Prozent – das beste Ergebnis in Westdeutschland. Und wie die ersten Hochrechnungen zeigen, konnte sie dieses Potenzial auch auf Landtagsebene beinahe ausschöpfen. Laut aktuellen Hochrechnungen kommt die AfD auf elf Prozent der Stimmen und ist noch vor der SPD viertstärkste politische Kraft in Bayern. Damit ist die AfD im 14. von 16 Landtagen in der Bundesrepublik Deutschland vertreten; überall, wo sie antritt, gelingt der Einzug in den Landtag.

CSU für Linkskurs abgestraft

Die AfD-Stimmen stammen zum Großteil von ehemaligen CSU-Wählern. Nachdem die Partei inhaltlich deutlich nach links gerutscht ist und auch bis zum Wahltag den antideutschen Kurs von Bundeskanzlerin Angela Merkel ohne Wenn und Aber unterstützte, können nur noch 35,5 Prozent der Wähler mit dieser Partei. Mit minus 12,2 Prozent wurde sie mit der heutigen Landtagswahl für ihren Linkskurs abgestraft.

Realitätsverlust katapultiert SPD auf Platz fünf

Dass die einstige Volkspartei SPD den Anschluss zur Realität verloren hat, zeigten schon die Wahlkampfthemen. Wenn linke Parteien die „wirtschaftliche Stärke“ eines Bundeslandes erhalten wollen, schauen viele nach Baden-Württemberg, wo es seit der linken Machtübernahme deutlich bergab geht. Schon an zweiter Stelle im bayrischen Wahlprogramm stand das Thema „Digitalisierung“ und bei den Forderungen findet sich dann auch das linke Bekenntnis als achte von zwölf: „Heimat für alle: Weltoffenes Bayern“. Bei so viel Realitätsverlust, was die deutschen Wähler tatsächlich und in welche Richtung bewegt, kann die SPD mit ihrem fünften Platz und zehn Prozent der Stimmen in Bayern, was einer Halbierung ihrer Wählerstimmen zum letzten Mal bedeutet, noch zufrieden sein.

Grüne profitieren von SPD-Schwäche

Die linkslinken Stimmen saugten erfolgreich die Grünen ab. Sie kommen im konservativsten deutschen Bundesland auf beachtliche 18,5 Prozent der Stimmen. Damit sind die Grünen in Bayern nun zweitstärkste Kraft hinter der geschwächten CSU.

Freie Wähler drittstärkste Kraft

Die Freien Wähler werden mit 11,5 Prozent drittstärkste Kraft in Bayern. Die FDP ist nach aktuellen Hochrechnungen derzeit noch knapp im Landtag vertreten. Die Linke scheitert mit 3,5 Prozent an der Fünf-Prozent-Hürde und damit am Einzug in den Landtag.

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