Integration beginnt in der Schule mit gemeinsamer Sprache – nicht nur im Unterricht.

Bild: airunique / pixabay, gemeinfrei
Oberösterreichs LH-Stv. Manfred Haimbuchner fordert „Schulsprache Deutsch“

Seit gestern, 24. Oktober, kann man die Privatinitiative des oberösterreichischen Landeshauptmann-Stellvertreters Manfred Haimbuchner (FPÖ) unterstützen. Mit einer Onlinepetition sucht er möglichst breite Unterstützung für sein Anliegen, dass Deutsch nicht nur im Unterricht, sondern auch in heimischen Schulhöfen und bei Schulveranstaltungen verpflichtend gesprochen wird.

Integration über Sprache

Haimbuchner begründet seinen Vorstoß damit, dass für eine funktionierende Gesellschaft eine gemeinsame Sprache unverzichtbar sei.  Die Umsetzung dieser Maßnahme würde einen wichtigen Beitrag zur besseren Integration, Leistungsförderung und Kommunikation darstellen. Dies vor dem Hintergrund zunehmender Schülerzahlen mit nicht-deutscher Muttersprache. Hatten im Schuljahr 2009/2010 noch 19 Prozent der Pflichtschüler in Oberösterreich nicht Deutsch als Muttersprache, so seien es knapp zehn Jahre später bereits 28 Prozent, so der Landespolitiker.

Sprachförderung als Schlüssel für Integration und Bildungserfolg

Ein entsprechender Passus zu „Deutsch als Schulsprache“ wurde auch in das schwarz-blaue Arbeitsübereinkommen 2015-2022 in Oberösterreich aufgenommen:

Um einen möglichst schnellen Spracherwerb zu fördern und vor allem die Kommunikation und Integration migrantischer Schülerinnen und Schüler zu unterstützen, begrüßen wir die Forcierung von Deutsch als Schulsprache in autonomen Regelungen.

Appell an Bildungsminister Faßmann

Mit der Initiative will Haimbuchner Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) zu einem Umdenken animieren und damit den Weg für eine Gesetzesanpassung ebnen, um die deutsche Sprache in den österreichischen Schulen als verpflichtend vorzusehen.

In diesem Sinne würde sich Haimbuchner über zahlreiche Unterstützer seines Anliegens und seiner Petition sehr freuen.

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