Hessen hat gewählt: CDU und SPD erleben ein Debakel. Die AfD zieht nun auch im 16. Landtag ein (Symbolbild: Altstadt Frankfurt/Main).

Bild: Thomas Wolf / Wikimedia (CC BY-SA 3.0)
Hessen: CDU, SPD im freien Fall, AfD zweistellig und erstmals in allen 16 Landesparlamenten

Die Wahlen in Hessen sind geschlagen. Eindeutige Sieger des Abends sind AfD und Grüne. CDU und SPD gehen als Verlierer vom Platz. Laut vorläufigem Endergebnis könnte die bisherige Koalition aus CDU und Grünen mit einer hachdünnen Mehrheit von einem Mandat weiterregieren.

Wahlverlierer CDU und SPD

Der Wahlabend brachte herbe Verluste für die regierende CDU und die ehemalige Arbeiterpartei SPD. Mit einem Verlust von jeweils rund elf Prozentpunkten wurden beide Parteien vom Wähler gleichermaßen abgestraft. Laut vorläufigem Endergebnis kam die CDU auf 27 Prozent der Stimmen. Ein Debakel auch für die SPD, die mit 19,8 Prozent ein historisch schlechtes Ergebnis einfuhr.

Grüne profitieren von CDU-SPD-Schwäche

Nutznießer der Schwäche der vormaligen Großparteien sind, wie schon in Bayern, die Grünen. Mit 19,8 Prozent konnten sie ihren Stimmenanteil beinahe verdoppeln und liegen nun gleichauf mit der SPD.

AfD nun in allen Bundesländern im Landtag vertreten

Jubelstimmung bei der AfD. Wie erwartet, konnte die patriotische Partei trotz medialem Gegenwind  auch in Hessen ein beachtliches Wahlergebnis einfahren. Mit 13,1 Prozent der Wählerstimmen ist der Einzug – innerhalb von nur vier Jahren – nun auch in das 16. Landesparlament eindrucksvoll gelungen. Bundesvorsitzender Jörg Meuthen spricht zu Recht von einem „Meilenstein“.

Erstmals geschlossene rechte Opposition in Deutschland

Es ist das erste Mal, dass eine rechte Partei in Deutschland seit Kriegsende ein solches Ergebnis einfährt – denn auch im Bundestag sitzt die AfD seit einem Jahr als drittstärkste Kraft. Noch können es sich die System-Parteien leisten, sie von potentiellen Koalitionen auszuschließen. Aber es dürfte – siehe Österreich mit der türkis-blauen ÖVP-FPÖ-Koalition – nur noch eine Frage der Zeit sein, bis der Wähler-Auftrag auch in Deutschland entsprechend ausfällt. Scheinbar haben die deutschen Wähler – wenn man die letzten Jahrzehnte betrachtet – eine stärkere Leidenskultur als die österreichischen…

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