Soldaten gegen Flüchtlinge: Trump der Böse, Obama der Gute

Wenn zwei das Gleiche tun, ist das noch lange nicht dasselbe: Weil US-Präsident Donald Trump Nationalgardisten an die Grenze zu Mexiko schickt, um illegale Masseneinwanderung zu verhindern, gibt es in den europäischen Medien große Aufregung. 2010, als der damalige US-Präsident Barack Obama 1.200 Soldaten der Nationalgarde dorthin befahl, um Drogenschmuggel und illegale Einwanderung einzudämmen, interessierte das die Medien in Europa nur peripher.

Auch Obama schickte Nationalgarde an die Grenze

Die Nationalgarde wird normalerweise in Katastrophenfällen oder bei Unruhen im Landesinnern von den Bundesstaaten mobilisiert. In nationalen Ausnahmesituationen kann sie auch vom Präsidenten eingesetzt werden. Das hat sowohl Barack Obama in seiner Amtszeit gemacht, als er illegale Einwanderung bekämpfen wollte, und genau das tut jetzt auch sein Nachfolger Donald Trump.

Komisch nur, dass die Medien außerhalb der Vereinigten Staaten die Maßnahmen unterschiedlich bewerten. Als Obama die Soldaten gegen Flüchtlinge an die Grenze schickte, gab es kaum ein böses Wort. Dagegen wird jetzt Trump angeprangert, weil er mit der Entsendung der Nationalgardisten Härte gegenüber illegalen Einwanderern demonstrieren möchte. Und Trump wird vorgehalten, dass er im Ernstfall auf illegale Einwanderer schießen lassen würde. Zur Amtszeit Obamas stellte sich diese Frage kaum jemand.

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