Marienschändung unter Patronanz der ÖVP Niederösterreich

Geschändete Marienstatue

Die Niederösterreicher lassen sich von den umgehängten Trachtenjopperln der niederösterreichischen ÖVP-Granden ohnedies keine heile Welt mehr vorgaukeln. Inszenierungen wie kürzlich zu Leopoldi in Klosterneuburg können nicht mehr kaschieren, dass sich die ehemals christliche Volkspartei von ihren Wurzeln entfernt hat. Die mit Steuergeld geförderten Perversitäten des Hermann Nitsch, welche im Finanzdesaster des Nitsch-Museums in Mistelbach gipfelten, waren nur Meilensteine dieser Entwicklung weg von der konservativen hin zur Zeitgeistpartei ÖVP.

Nun aber hat diese Entwicklung einen erneuten Höhepunkt erreicht. Im Foyer des niederösterreichischen Landtagssitzungssaals wurde eine Ausstellung des Australiers Mark Rossell eingerichtet. Zentrum dieser Schau ist ein lebensgroßes Bildnis der Gottesmutter Maria umhüllt von einem genoppten Kondom mit herablaufendem Ejakulat sowie Marienstatuen in Dildoform.

Verhüllung des "Kunstwerks" durch FPÖ-PolitikerGeschändete Marienstatue

Zur Fotogalerie: Marienschändung in St. Pölten

Die ÖVPler ließen es sich natürlich nicht nehmen, bei Sekt und Brötchen die Eröffnung dieser Ausstellung zu feiern. Allen voran hat der schwarze Landesrat Johann Heuras prominent an dieser Veranstaltung teilgenommen und ihr den richtigen offiziellen Charakter verliehen. Das vor 20 Jahren den niederösterreichischen Politikern die Brötchen wohl noch vor Schreck und Scham im Halse stecken geblieben wären, hielt den Landesrat nicht von der kritisierten Teilnahme ab. Finanziert wird das Ganze aus dem Kulturbudget Niederösterreichs, was viele Bürger in Zeiten des Sparpakets – verständlicher Weise – nicht nachvollziehen können und somit scheint der Unmut begründet.

FPÖ verhüllt Statue und fordert Stopp der Ausstellung

Dieser Unmut in der Bevölkerung war für die FPÖ, vertreten durch den Landtagsabgeordneten Christian Hafenecker, Anlass diese Ausstellung zu bekämpfen und neben Anfragen an den Landeshauptmann Pröll auch eine Sachverhaltsdarstellung wegen Herabwürdigung religiöser Lehren bei der Staatsanwaltschaft einzubringen. Da jedoch dieser Paragraf üblicherweise nur zum Schutz der religiösen Lehren der anderen zwei Weltreligionen – abseits des Christentums – eingesetzt wird, darf man sich auf rechtlicher Basis wohl keine großen Reaktionen erwarten. Die Freiheitlichen ergriffen am Landesfeiertag auch die Initiative und verhüllten das ungustiöse Machwerk.

Abseits der rechtlichen und legalen Möglichkeiten ist es jedoch vermutlich in den Morgenstunden des 16. Novembers zu einem Vorfall gekommen. So wurde der Stein des Anstoßes, die verunstaltete Marienstatue, durch Besprühen mit roter Farbe beschädigt. Laut Polizei soll eine gebrauchte Spraydose auf der Landhausbrücke, dem Ausstellungsort, zurückgeblieben und sichergestellt worden sein. Auch soll der "Künstler" laut Joachim Rössl, dem Leiter der "Kulturabteilung" des Landes Niederösterreich, nun Anzeige erstattet haben. Dass man trotz dieses Vorfalls die Ausstellung wie geplant fortgesetzt will, erscheint in Hinsicht auf die religiösen Gefühle der Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher sowie der öffentlichen Sicherheit nicht nachvollziehbar.

Künstler wiegelt ab, verrät sich jedoch selbst

Der Künstler selbst versucht indessen, den Skandal kleinzureden und weist die Interpretationen der Freiheitlichen zurück: „Das ist eine Figur aus Styropor, Epoxyharz und Silikon, keine Madonna. Wenn Leute glauben, dass diese Figur eine Madonna ist, dann irren sie", zitiert ihn die NÖN. Die Beteuerungen erscheinen nicht glaubwürdig, schreibt Rossell doch selbst zur Ausstellung: "Ich wollte eine neue physische Madonna schaffen, an die ich glauben konnte. Bemerkte, dass sie trotz meinem pubertären Bedürfnis, sie zu beschmutzen, ruhig und souverän wirkte." Ensprechend reagierte auch der St. Pöltner Diözesanbischof Klaus Küng empört und erklärte, eine solche Darstellung der Muttergottes sei geeignet, "die religiösen Gefühle vieler Menschen in unserem Land, für die Maria der Inbegriff der Reinheit ist, schwer zu verletzen – unter anderem meine eigenen".

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