Die Staatsanwaltschaft in Catania ermittelt gegen die „Aquarius“ wegen Umweltverschmutzung.

Bild: Castielli / Wikimedia (CC-BY-SA-3.0)
Schlepperschiff „Aquarius“ soll wegen Umweltverschmutzung konfisziert werden

Konsequent wollen jetzt die italienischen Sicherheits- und Umweltbehörden gegen das Schlepperschiff „Aquarius“ vorgehen. Die Staatsanwaltschaft in Catania ermittelt wegen fortgesetzten Verstoßes gegen das italienische Umweltstrafrecht gegen die Betreiber des Schiffes. Der strafrechtliche Vorwurf, der sich auch gegen die Betreiberorganisationen „Ärzte ohne Grenzen“ und „SOS Méditerranée“ richtet, handelt von der Verschmutzung des Mittelmeers mit rund 24 Tonnen Müll im Zeitraum zwischen Jänner 2017 und Mai 2018. Im Konfiszierungsdekret wird angeordnet, Güter im Gesamtwert von 460.000 Euro in Beschlag zu nehmen. Darüber hinaus wird gegen insgesamt 24 Personen, die auf der „Aquarius“ Dienst versehen haben, ermittelt.  

So sollen durch die Schiffmannschaft und die NGO-Schleppergehilfen potentiell gefährliches Material, etwa auch verschmutzte und verkeimte Kleidungsstücke von illegalen Migranten, im Meer entsorgt worden sein. Derzeit liegt die Aquarius im französischen Marseille und entzieht sich somit dem Zugriff der Italiener.

Panama hatte im Oktober die Seeflagge entzogen

Das Schlepperschiff wird wohl noch länger in Marseille vor Anker liegen, denn Panama hatte dem NGO-Schiff die Seeflagge entzogen. Ohne eine entsprechende seerechtliche Registrierung bei einem Staat kann die „Aquarius“ nicht mehr die Anker lichten. Durch den Nichteinsatz des Schiffes ist derzeit auch ein Teil des illegalen Migrantentransfers von Libyen nach Italien gestoppt.

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