Redebeitrag beim „Marsch fürs Leben“ 2018 in Wien.

Bild: privat / zVg
1.500 Teilnehmer beim „Marsch fürs Leben“

Am 24. November fand in Wien der „Marsch fürs Leben“ statt, der sich gegen die Abtreibung richtet. Die Veranstaltung kann als großer Erfolg betrachtet werden: Rund 1.500 Menschen nahmen an dem Marsch teil. Im letzten Jahr waren es erst 400, die Teilnehmerzahl hat sich gegenüber 2017 also fast vervierfacht.

Teilnehmer wurden händisch durchgezählt

Die Angabe mit 1.500 Teilnehmern ist sehr verlässlich, da die Marschierenden händisch durchgezählt wurden. Ordner stellten sich zu Beginn des Marsches in der Kärntner Straße in einer Reihe auf und ließen dabei nur schmale Zwischenräume. So konnte jeder einzelne Marschteilnehmer gezählt werden. Die Zahl 1.500 wurden von einem der Organisatoren bei der Abschlusskundgebung genannt. Ein Medium berichtet jedoch von 2.500 Teilnehmern.

Die Veranstaltung begann am Stock-im-Eisen-Platz, wo mehrere Reden gehalten wurden. Gegen 14.30 Uhr begann der Marsch. Die Route war: Kärntner Straße – Ring – Heldenplatz – Ballhausplatz – Schauflergasse – Michaelerplatz – Reitschulgasse – Josefsplatz. Auf dem Josefsplatz fand die Abschlusskundgebung statt. Dieser Platz wurde gewählt, da das Parlament zur Zeit im angrenzenden Trakt der Hofburg tagt und man an dieses appellieren wollte, die Forderungen umzusetzen.

Sehr positive Stimmung auf der Veranstaltung

Auf der gesamten Veranstaltung herrschte eine ausgesprochen positive Stimmung, sowohl bei den Teilnehmern als auch den Rednern. Unter den Teilnehmern befanden sich auffallend viele Jugendliche und Familien mit Kindern. Die Veranstaltung hatte mehr den Charakter eines Festes als den einer Demonstration.

Viele Redner strahlten großen Optimismus aus, dass das Hauptziel des Marsches, „Abtreibung hinfällig machen“, bald umgesetzt werden könnte. Während der Redebeiträge wurde häufig gejubelt, auf der Abschlusskundgebung auch gesungen und getanzt. Mehrmals wurde das Lied „Live is Life“ gespielt. Einige Reden sowie zahlreiche Interviews mit Rednern und Teilnehmern können hier angesehen werden:

Linke Störer auf verlorenem Posten

Linke Störer standen sichtlich auf verlorenem Posten. Sie liefen eine Zeit lang in Kleinstgruppen neben dem Marsch her und riefen Parolen wie „Pro Choice“, irgendetwas mit „Patriarchat“ sowie „Abtreibung ist Menschenrecht“. Durch ihr gesamtes Auftreten sorgten sie jedoch eher für eine Erheiterung als für eine Störung der Marschteilnehmer.

Unterschriftenaktion „Fairändern“ bis Februar verlängert

Auf dem Marsch wurden auch Unterschriften für die Bürgerinitiative „Fairändern“ gesammelt. Diese vertritt dieselben Forderungen wie der „Marsch fürs Leben“ und konnte dafür bisher 45.000 Unterschriften in ganz Österreich sammeln. Die Sammlung sollte ursprünglich beim „Marsch fürs Leben“ beendet werden. Die Organisatoren sind jedoch der Meinung, dass das Potenzial noch lange nicht ausgeschöpft ist. Daher wurde die Frist bis Februar verlängert. Es soll außerdem noch ermöglicht werden, im Internet zu unterschreiben.

Schweigekartell der Einheitsmedien

Bisher gibt es noch keinen Bericht in einem Einheitsmedium. Vom ORF sowie anderen Medien fehlte auf der Veranstaltung jede Spur. Das Desinteresse des ORF an Kundgebungen, die nicht seiner linken Ideologie entsprechen, ist nicht neu: Schon die Demonstration „Kandel ist überall“ wurde vom ORF ignoriert, der lieber über eine Kurden-Demo zur selben Zeit berichtete. Die Ablehnung ist übrigens beiderseits: Einer der Organisatoren des „Marsches fürs Leben“ empfahl den Teilnehmern, dem ORF keine Interviews zu geben.

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