Der Muezzinschrei über den Linzer OK-Platz wird wohl so manchen aufhorchen lassen. Was die Folgen daraus sind, ist den Erfindern wohl nicht bewusst.

Bild: Antoine Taveneaux / Wikimedia (CC-BY-SA-3.0)
Linz: „Künstler“ lassen in der Vorweihnachtszeit den Muezzin über einen Platz schreien

Wer in der Weihnachtszeit in Linz am OK-Platz (Der Platz in der Inneren Stadt wurde 2007 nach dem Offenen Kulturhaus – kurz: OK – benannt, davor hieß er Arenaplatz.) spazieren geht, wird seinen Ohren nicht trauen: Neben sinnlichen Weihnachtsliedern und dem Klingen der Kirchenglocken hört man nun dort auch Muezzinrufe aus dem Lautsprecher. Vom 2. bis 23. Dezember erklingen ausgerechnet aus der Marien-Kapelle die Schreie aus der Wüste.

„Künstler“ als Islamversteher

Auf diese Idee kamen die zwei „Künstler“ Werner Puntigam und Klaus Hollinetz. Sie wollen damit „Bewusstsein dafür schaffen, dass Islam und Christentum Religionen des Friedens sind und sein wollen“, so die beiden.

Wie weit es mit der „Friedensreligion“ Islam her ist, zeigen die aktuellen Zahlen. In den letzten Jahren forderte sie allein in Europa mehrere hundert Todesopfer bei Anschlägen wie in Graz, Paris, London, Berlin, Madrid und vielen anderen Städten. 42 Prozent der global rund 690.000 Terroropfer sind in drei Ländern zu beklagen, nämlich Afghanistan, Pakistan und dem Irak, allesamt islamische Länder. Auch sind laut Weltverfolgungsindex die schlimmsten Länder der Christenverfolgung islamische Länder, und zwar 47 von den ersten 50 gereihten Ländern.

Eintrittskarte für Islam nach Österreich

Die beiden „Künstler“ helfen im Grunde mit, unserer Gesellschaft und Kultur eine islamische Prägung aufzudrücken. Damit wohl auch des Scharia-Islams, denn ein echter Moslem macht dabei keinen Unterschied. Aber nicht nur die islamischen Subsysteme sind für Europa inakzeptabel. Das gesamte Islamsystem mit seinen Basiselementen in Schrift und Tradition ist der westlichen Kultur entgegenstehend und „feindlich gesinnt“: Das System beinhaltet die Einheit von Religion, Politik und Staat. Die westliche Herleitung des säkularen Rechts aus Naturrecht und Vernunft – und damit die Trennung von Religion und Staat – ist dem Islam fremd.

Rüdiger Safranski sagte dazu in einem Spiegel-Interview:

Der politische Islam ist unserer Lebensform feindlich gesinnt. . wir müssen uns gegen ihn wehren. Wer ihn nicht bekämpft, wird ihn mit Recht fürchten müssen.

Einseitige Freiheitsrechte für Religionsausübung

Die Moslems und mit ihnen „Künstler“ wie Puntigam und Hollinetz beanspruchen – gelegentlich lautstark – das Freiheitsrecht für moslemische Religionspraktiken. Aber noch nie haben islamische Verbände öffentlich erklärt, dass sie die Religionsfreiheit einzelner Moslems respektieren und achten wollen, denn das islamische Recht bedroht Moslems, die einen anderen Glauben annehmen, als „Abtrünnige“ mit hohen Strafen, in einigen islamischen Staaten gar mit dem Scharfrichter. Womit das „Bewusstsein, dass der Islam eine Religion des Friedens ist und sein will“, wohl beim Schrei des Muezzins über den Linzer Platz im Hals stecken bleibt.

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