Russland setzte gegen die Ukraine seine Hoheitsrechte im Asowschen Meer durch (Symbolfoto).

Bild: George Chernilevsky / Wikimedia gemeinfrei
Russland setzt ukrainische Marineboote fest, die russische Seegrenze verletzten

Die Lage rund um die Halbinsel Krim und die Straße von Kertsch ist am gestrigen Sonntag (25. November) eskaliert. Der russische Grenzschutz setzte drei ukrainische Kriegsschiffe fest, die zuvor russisches Territorium verletzt hatten. In der Folge haben die russischen Behörden die Straße von Kertsch, die das Asowsche Meer mit dem Schwarzen Meer verbindet, vorübergehend gesperrt.

Russische Küstenwache beschoss ukrainische Kriegsschiffe

Begründet wir das gewaltsame Vorgehen von russischer Seite damit, dass die Schiffe, ohne eine vorherige Genehmigung einzuholen, wiederholt „gefährliche Manöver“ durchführt und nicht auf die Anweisungen der russischen Behörden reagiert hätten.

Die offizielle Erklärung des russischen Inlandsgeheimdienstes FSB dazu lautet:

Um die ukrainischen Kriegsschiffe zwangsweise zu stoppen, sind Waffen eingesetzt worden. Infolgedessen sind alle drei Schiffe der ukrainischen Marine in den Hoheitsgewässern der Russischen Föderation im Schwarzen Meer festgesetzt worden.

Drei ukrainische Matrosen wurden bei dem Zwischenfall verletzt und in medizinische Behandlung übergeben.

Ukraine schürt bewusst Konflikt in Grenzregion

Bei dem ukrainischen Manöver vom Sonntag dürfte es sich somit um eine weitere gezielte Provokation gehandelt haben. Denn bereits im März dieses Jahres hatte der ukrainische Grenzschutz im Asowschen Meer einen russischen Fischkutter aufgebracht, der die ukrainische Seegrenze verletzt haben soll, und im August hatten die ukrainischen Behörden ein unter russischer Flagge fahrendes Tankschiff im Hafen der ukrainischen Küstenstadt Cherson festgesetzt.  

Sowohl die Ukraine als auch Russland beantragten eine Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrates, der bereits heute, Montag, in New York stattfinden soll.

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