Wiener Grüne: Neuer Parteivorsitz könnte Überraschung und Chaos geben | Unzensuriert.at

Wiener Grüne: Neuer Parteivorsitz könnte Überraschung und Chaos geben

Maria Vassilakous Nachfolge bei den Wiener Grünen nach der heutigen Ur-Wahl ist ungewiss. Foto: GuentherZ - Own work / Wikimedia (CC BY 3.0)
Maria Vassilakous Nachfolge bei den Wiener Grünen nach der heutigen Ur-Wahl ist ungewiss.
Foto: GuentherZ - Own work / Wikimedia (CC BY 3.0)
26. November 2018 - 12:53

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Überraschung und Chaos könnten in der Nacht von Montag auf Dienstag bei den Wiener Grünen herrschen. Kandidatenvielfalt und Zusammensetzung des Wahlvolks könnten für ein nicht erwünschtes Ergebnis sorgen. Bis 17.00 Uhr können heute noch direkt oder via Briefwahl in der Lindengasse 40 (Wien-Neubau) Stimmen für einen Kandidaten oder eine Kandidatin in der Nachfolge von Langzeit-Parteiobfrau Maria Vassilakou abgegeben werden. Insgesamt haben sich fünf Kandidaten dazu bereit erklärt, sich dem Wahlvolk zu stellen. Schon die Aufsplitterung des Kandidatenlagers zeigt die Flügelkämpfe bei den Wiener Grünen. Neben dem Klubobmann Davis Ellensohn gelten auch die beiden Gemeinderäte Birgit Hebein und Peter Kraus als mögliche Favoriten.

Alle drei sind dem gesellschaftspolitisch äußerst linken Flügel der Grünen zuzurechnen und kein Angebot für die bürgerlich-liberale Mitte, aus der die Grünen bei Wahlen traditionell viele Stimmen erhalten. Den beiden weiteren Kandidaten, dem Meidlinger Bezirksrat Benjamin Kaan und der Ärztin Marihan Abensperg-Traun, werden mangels Bekanntheit und innerparteilicher Seilschaften nicht einmal Außenseiter-Chancen zugeordnet.

1.849 externe Wähler versus 1.548 Parteimitglieder

Durch die Möglichkeit, dass sich auch externe Wähler und nicht nur Parteimitglieder für die Stimmabgabe registrieren konnten, steht es bei der insgesamten Grundgesamtheit der insgesamt 3.397 Wahlberechtigten 54,6 Prozent zu 45,4 Prozent zu Lasten der Parteimitglieder. Während sich nur 1.548 Parteimitglieder registrieren ließen, kamen von dritter Seite 1.849 Wähler. Diese könnten durchaus die Mehrheit in jede Richtung hin noch drehen.

Der scheidenden Parteivorsitzenden und Vizebürgermeisterin von Wien, Maria Vassilakou, dürfte das Ergebnis ziemlich egal sein, denn sie geht schon seit vielen Monaten vor allem ihrem Studium in London über Städtemanagement nach.

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