Die neue Diakonie-Direktorin Moser (r.) will junge Mädchen nicht vom Kopftuch „zwangsbefreien“.

Bild: Shane T. McCoy / Wikimedia (Public Domain) bzw. Simon Rainsborough / diakonie.at
Diakonie-Direktorin kritisiert Kopftuchverbot für Volksschülerinnen als „Zwangsbefreiung“

Man muss kein gläubiger Christ sein, um bestimmten islamischen Sitten skeptisch bis ablehnend gegenüber zu stehen. Ob Zwangsehe oder Genitalverstümmelung, ob Vollverschleierung oder eben Kopftuchzwang: Die Bevölkerung hat dazu einen klaren Willen. 79 Prozent der Befragten befürworteten zuletzt  das geplante Kopftuchverbot für Volksschülerinnen. Nur 16 Prozent finden die Maßnahme falsch – bei knapp 10 Prozent moslemischem Bevölkerungsanteil.

Islam-Toleranz in christlichen NGOs besonders ausgeprägt

Dennoch, so scheint es, findet sich die verschwindend kleine Minderheit der autochthonen Bevölkerung, die selbst der Unterdrückung und Sexualisierung von sechs- bis zehnjährigen Mädchen Toleranz erweist, vornehmlich in christlichen Einrichtungen, speziell in christlichen NGOs. Die neue Direktorin der Diakonie – des evangelischen Gegenstücks zur Caritas -, Maria Katharina Moser, hat dies in der sonntägigen ORF-Pressestunde unter Beweis gestellt, als sie zum Kopftuchverbot ganz klar äußerte:

Das ist kontraproduktiv. Also ich kann irgendwie nicht sagen: Da geht’s drum, dass die Mädchen sich frei entscheiden können, und dann verbiet‘ ich was. Also, das ist ein Widerspruch in sich, würd‘ ich sagen. Ich bin keine Freundin von Zwangsbefreiungen und Zwangsfreiheiten.

Gilt dann wohl auch für die freie Entscheidung der Eltern, ihre Töchter mit dem Bestbieter zu verheiraten, oder?

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