Frankreichs Präsident Macron scheint nicht mehr Herr der Lage zu sein. Die Proteste der „Gelben Westen“ werden zunehmend radikaler.

Bild: Gouvernement français / Wikimedia (CC-BY-SA-3.0-FR)
„Gelbwesten“-Proteste: Verliert Macron die politische Kontrolle in Frankreich?

In Frankreich kam es am 1. Dezember erneut zu Massendemonstrationen gegen die Politik von Präsident Emmanuel Macron. 75 000 Menschen sollen landesweit auf die Straßen gegangen sein.

In Paris kam es dabei zu heftigen Straßenschlachten zwischen Demonstrationen und Sicherheitskräften. Ganze Straßenzüge wurden verwüstet, mehrere Dutzend Menschen verletzt, darunter mehrere Sicherheitskräfte. Mehr als 200 Randalierer wurden festgenommen.

Protestbewegung „Gelbe Westen“

Bereits in der vergangenen Woche war es in der französischen Hauptstadt zu Krawallen gekommen, nachdem nunmehr das dritte Wochenende angebrochen ist, an dem tausende Menschen der Protestbewegung „Gelbe Westen“ in Frankreich demonstrierten.

Die „Gelbwesten“ gehen aus dem Protest gegen steigende Spritkosten und die Reformpolitik der Regierung hervor. Sie fordern unter anderem Steuersenkungen sowie eine Anhebung von Mindestlohn und Renten. Die Bewegung ist nach wie vor diffus. Hinter ihr steht offiziell keine Gewerkschaft und keine Partei und sie hat immer noch keine Repräsentanten, fordert aber den Dialog mit der Regierung.

Macron verurteilt Krawalle scharf

Der Ärger der „Gelbwesten“ richtet sich direkt gegen Macron, dessen Politik sie als abgehoben empfinden. Es sind die heftigsten Proteste seit Beginn der Amtszeit Macrons vor 18 Monaten.

Der Globalist Macron, der sich derzeit staatsmännisch beim G20 Gipfel übt, verurteilte die Krawalle in Paris scharf. „Ich werde immer Protest akzeptieren, ich werde immer der Opposition zuhören, aber ich werde nie Gewalt akzeptieren“, sagte der ehemalige Investmentbanker bei Rothschild am Samstag während einer Rede beim G20-Gipfel in Buenos Aires.

Breite Unterstützung der „Gelbwesten“

Friedlich findet diesen Protest die absolute Mehrheit der Franzosen gut, 80 Prozent sympathisieren mit den gelben Westen. Macron begegnet dem Phänomen zunehmend hilflos und setzt immer mehr auf Gewalt gegen seine eigenen Wähler als Lösung des selbst verursachten Problems. Vielleicht braucht Macron die vermummten Chaoten und die Bilder von Straßenkämpfen, damit die Bewerbung der gelben Westen auf Ablehnung stößt, zumal sich unter die Randalierer auch viele Einwanderer mit andersartigen Motiven mischen.

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