Linke Faktenprüfer von „Mimikama“ verbreiteten „Fake News“ und sehen darin keine Blamage | Unzensuriert.at

Linke Faktenprüfer von „Mimikama“ verbreiteten „Fake News“ und sehen darin keine Blamage

Bildschirmfoto der inzwischen korrigierten Falschmeldung von "Mimikama". Foto: Bildschirmfoto mimikama.at
Bildschirmfoto der inzwischen korrigierten Falschmeldung von "Mimikama".
Foto: Bildschirmfoto mimikama.at
3. Dezember 2018 - 19:28

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„Mimikama“ ist ein linker Verein, der sich im Internet als seriöser „Faktenprüfer“ gibt. Trotz eindeutig ideologischer Ausrichtung, auf die wir noch eingehen werden, erhielt Mimikama vom Bildungsministerium der Vorgängerregierung knapp 20.000 Euro.

Mimikama gibt vor, „Fake News“ zu bekämpfen, verbreitet diese aber selbst

Unzensuriert konnte nun aufdecken, wie unseriös Mimikama bei seiner angeblichen „Faktenprüfung“ vorgeht. Der Verein stempelte leichtfertig einen nachweislich wahren Sachverhalt zu „Fake News“ und verbreitete somit selbst eine Falschmeldung – tat also genau das, was er vorgibt, zu bekämpfen. Besondere Beachtung verdient die abenteuerliche Vorgehensweise Mimikamas bei der „Recherche“.

Namenlose Bankomatkarten existieren, auch wenn es Linken nicht gefällt

Es geht um namenlose Bankomatkarten, die an Einwanderer in Griechenland ausgegeben werden und diesen ein arbeitsloses monatliches Einkommen von 90 bis 550 Euro bescheren. Entsprechend seiner linken Agenda sprang Mimikama für die „armen Einwanderer“ in die Bresche und versuchte, besagte namenlose Bankomatkarten krampfhaft als „Fake News“ darzustellen. Dieses Unterfangen ging allerdings gründlich schief, weil besagte Bankomatkarten tatsächlich existieren.

Bei Mimikama kann nicht sein, was nicht sein darf

Im Internet kursieren zahlreiche Bilder der Bankomatkarten ohne Namen und Foto. Dennoch stellte Mimikama die kühne Behauptung auf, dass all die abgebildeten Karten nur „Symbolbilder“ seien. Die realen Karten würden laut Mimikama den Namen und sogar ein Foto des Besitzers enthalten.

Diese nachweislich falsche Aussage versuchte Mimikama auf abenteuerliche Art zu belegen: Man behauptete, in einem Propaganda-Video der UNHCR seien diese Bankomatkarten mit Name und Foto zu sehen:

Mimikama erstellte sogar ein Standbild des Videos, auf dem man einen roten Kreis einzeichnete, wo sich angeblich Name oder Foto befinden sollten:

Bild

Was ist das für eine „Recherche“?

Es ist ein Mysterium, wie sich Mimikama zu der Behauptung versteigen konnte, dass in dem Video Karten mit Namen und Foto zu sehen sein sollen. Das ist ganz klar nicht der Fall. Noch unverständlicher ist, warum man von besagtem Video ein Standbild produzierte, darauf eine verschwommene weiße Fläche rot einkreiste und behauptete, dort wäre ein Name oder ein Foto zu sehen. Absurderweise ließ Mimikama offen, was genau man in dem roten Kreis sehen soll – Name oder Foto?

Wie auch immer diese Art der „Beweisführung“ zustande kam – sie zeugt von extremer Unseriösität und ist gerade für einen Verein, der sich „Faktenprüfer“ nennt, eine besonders peinliche Blamage.

Mimikama reagiert mit seltsamen Rechtfertigungsversuchen

Nachdem unzensuriert am 30. November – inzwischen war in Bosnien ein reales Exemplar der namenlosen Bankomatkarten aufgetaucht – auf die Blamage für Mimikama hinwies, stellte Mimikama seinen „Fake-News“-Artikel still und leise offline. Auch dies blieb uns nicht verborgen. Wir fragten daher am 2. Dezember nach, warum der Artikel nicht mehr zugänglich ist. Mimikama antwortete prompt am nächsten Tag:

Sehr geehrte Damen und Herren,

vielen Dank für ihren Hinweis. In der Tat war der Artikel zwecks Bearbeitung kurz unveröffentlicht, wurde jedoch mit den aktuellen Informationen bereits gestern wieder veröffentlicht.

Wir weisen darauf hin, dass dieser Artikel nach Beantwortung unserer Fragen bei UNHCR und Mastercard, welche wir gestern direkt kontaktiert haben, nochmals ein Update widerfahren wird.

Sollten ihnen zu diesem Thema ebenso entsprechende Informationen vorliegen, nehmen wir diese gerne entgegen.

Mit freundlichen Grüßen
Mimikama


PS: Uns ist klar das Ihr, egal in welcher Form wir hier nun antworten, dies  in irgendeiner Art- und Weise verwenden werdet! Das gilt auch, wenn uns wirklich ein Fehler unterlaufen ist!

Aber es ist so, auch wir sind nur Menschen und Ihr wisst doch genau, dass wir einfach nur unsere "Hackn" machen und eigentlich mehr über WhatsApp-Kettenbriefe, Phishingmails udgl. berichten, als über politische Dinge. Und wenn Ihr meint uns als "linke Faktenprüfer" hinstellen zu müssen - und das noch als "Blamage" zu betitelt, dann habt Eure Freude daran! Wir können das eh nicht ändern und wie gesagt, wir sind auch nur Menschen.

Stellungnahme von Mimikama: „Machen nur unsere Hackn“

Vor allem das PS ist beachtenswert, da sich Mimikama damit als „Faktenprüfer“ noch weiter diskreditiert. Da ist die Rede davon, dass man nur seine „Hackn“ mache und sich eigentlich kaum mit Politik befasse. Nun, viele Leute machen ihre „Hackn“, was sie aber keineswegs dazu berechtigt, leichtfertig Falschmeldungen in die Welt zu setzen. Absurd ist auch das Argument mit der Politik: Selbst wenn es stimmt, dass sich Mimikama nur nebenbei mit Politik befasst, ist dies in keiner Weise eine Entschuldigung für die Verbreitung von „Fake News“.

Verbreitung von „Fake News“ laut Mimikama keine Blamage

Weiters geht aus dem PS hervor, dass Mimikama mit den Bezeichnungen „linke Faktenprüfer“ und „Blamage“ nicht einverstanden ist. Anscheinend steht es bei Mimikama mit der kritischen Selbstreflexion nicht zum Besten.

Die politisch linke Verortung Mimikamas ist schon am typischen Links-Sprech erkennbar: Pauschal ist von „Geflüchteten“ und „Schutzsuchenden“ die Rede, ungeachtet der hohen Ablehnungsquoten. Selbstverständlich darf auch das Binnen-I nicht fehlen. Wem das als Beleg einer linken Ausrichtung noch nicht reicht, der möge die Mimikama-Kolumne „Volksverpetzer“ studieren, deren Ziel es ganz offensichtlich ist, Kriminalität von Einwanderern zu verharmlosen – deren Verbrechen werden sogar wörtlich als „Einzelfälle“ tituliert (wie vereinzelt diese tatsächlich sind, liest man jeden Tag in unserer gleichnamigen Kolumne). Andernorts heißt es dort zum selben Thema: „Deutsche sind nicht die Opfer“.

Am verstörendsten ist jedoch, dass sich ein Faktenprüfer (!) dagegen wehrt, wenn man seine „Fake News“ als „Blamage“ bezeichnet. Was sind „Fake News“ dann, ein Ruhmesblatt? Unserer Ansicht nach ist es vielmehr die ultimative Blamage für einen „Faktenprüfer“, selbst Falschmeldungen zu verbreiten.

Mimikama veröffentlicht Richtigstellung

Inzwischen ist der Artikel von Mimikama über die Bankomatkarten wieder online. Mimikama gibt darin zu, eine Falschmeldung verbreitet zu haben. Man habe bei UNHCR und Mastercard nachgefragt und von einem dieser beiden die Bestätigung erhalten, dass diese Karten tatsächlich weder Namen noch Foto enthalten.

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