Starker Grenzschutz: Die Balkanroute muss weiterhin gegen Migrationsmassen aus Afrika, Asien und dem Nahen Osten gesichert werden.

Bild: Staff Sergeant Nicholas Phelps / Wikimedia (PD)
Balkanroute: EU-Informationsdienst sieht weiterhin Gefahr durch Migration

Im Jahr 2015 jubelte die Europäische Union kollektiv über die Migrantenmassen, die über die sogenannte „Balkanroute“ hereingeströmt sind. Im Jahr 2017 beklagte man sich über die Schließung dieser Balkanroute durch den ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orban, Serbien und Kroatien. Ende 2018 anerkennt der EU-Informationsdienst die Schließung der Balkanroute und warnt vor neuen Migrantenströmen via Mittelmeer nach Europa:

Es hat lange gedauert, aber nun setzen doch immer mehr europäische Staaten konkrete Maßnahmen gegen den unkontrollierten Zugang von Sozial- und Wirtschaftsflüchtlingen. Österreich bindet unter anderem die Mindestsicherung an Pflichtschulabschluss sowie Deutschkenntnisse, und Italien verschärft jetzt die Einwanderungsbedingungen drastisch.

Kerneuropa gehört zu jenen Gebieten, die mit Abstand über das beste Sozialsystem verfügen. Davon profitierten nicht nur die hier über Generationen aufgewachsenen Bürger sondern auch die Zuwanderer. Dazu kommt, dass dieser Kontinent nun seit über 70 Jahren von einer einmaligen Friedensperiode gekennzeichnet ist. Sieht man von Konflikten ab, die sich wie der Balkankrieg von 1991 bis 1995 oder jetzt die Auseinandersetzungen zwischen der Ukraine und Russland außerhalb der EU abspielen. Die Folge war, dass Europa zum begehrten Ziel von Flüchtlingen aus dem Nahen Osten und Asien sowie Afrika wurden. Es sind längst kaum noch Kriegsflüchtlinge, die den Weg in das sogenannte Abendland suchen. Es ist daraus eine „Flüchtlings- und Schlepperindustrie“ geworden.

Balkanroute und Auswanderungsdruck aus Nordafrika

Der EU-Infodienst bringt es auf den Punkt. Es muss weiterhin auch von den einzelnen Nationalstaaten entlang der Route wie etwa Kroatien einen starken Grenzschutz geben. Die Balkanroute und der Auswanderungsdruck aus Nordafrika, aber auch Asien und dem Nahen Osten sind kommunizierende Gefäße:

Vor bald zwei Jahren hatten sich auf Initiative Österreichs die Staaten von Mittel-Südosteuropa entschlossen, die so genannte Balkanroute zu schließen. Was mittlerweile auch zu einem starken Rückgang der Fluchtbewegungen von der Ägäis herauf bis an die Grenze der EU geführt hat. Davon, dass diese Route mehr oder weniger „dicht“ ist, kann freilich noch nicht die Rede sein. Betroffen davon ist derzeit vor allem Bosnien, wo bis Mitte dieses Jahres immerhin fast 5.000 illegale Einreisen registriert wurden. Personen, die auf die Weiterreise nach Kroatien warten – oder sich abermals illegal auf den Weg machen.

Mit dem Schließen der Balkanroute verlagerte sich das Interesse zur Überfahrt nach Europa auf das Mittelmeer. Hier spielt nicht unwesentlich mit, dass in den nordafrikanischen Staaten ein starker Auswanderungsdruck herrscht. Interessant in diesem Zusammenhang ist eine kaum bekannte Umfrage. Aufgrund der schlechten Wirtschaftsbedingungen im Land wollen gleich 25 Prozent der bis zu 25-Jährigen nach Europa oder in die USA emigrieren. Fünf Prozent nehmen auch das Risiko eines illegalen Transfers in Kauf.

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