Kurier: Stille Macht, heilige Macht | Unzensuriert.at

Kurier: Stille Macht, heilige Macht

Helmut Brandstätter steht für den Linksruck bei der Tageszeitung Kurier. Foto: Franz Johann Morgenbesser / Wikimedia (CC BY-SA 2.0)
Helmut Brandstätter steht für den Linksruck bei der Tageszeitung Kurier.
Foto: Franz Johann Morgenbesser / Wikimedia (CC BY-SA 2.0)
16. Dezember 2018 - 10:21

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Bücher, das belegen Statistiken des Handels immer wieder, gehören noch immer zu den beliebtesten (Weihnachts-)Geschenken der Österreicher. Gut so – stellt sich nur noch die Herausforderung, das richtige Buch für die richtigen Empfänger zu wählen. Vor allem, wenn es um Bücher mit politischem Hintergrund geht.

Buch über Häupls Sprüche

Nun ja – so mancher Linksverbinder hätte sicher seine Freude damit: „Man bringe den Spritzwein! - Die legendärsten Sprüche von Michael Häupl“, gibt es nun zu kaufen. Die erforderlichen zehn Euro sind rasch zusammengespart und dann kann man schon eintauchen in die Welt des SPÖ-Urgesteins. Dazu gibt es Karikaturen von Michael Pammesberger.

Pammesberger, Ehemann von ORF-Journalistin Gabi Waldner, ist (politischer) Karikaturist bei der Tageszeitung Kurier und sein journalistisch-mediales Joint-Venture mit Altbürgermeister Michael Häupl rückt den Kurier und dessen Berichterstattung in ein linkes Licht.

Linksdrift des „Kurier“

Verwunderung macht sich freilich nur mehr dann breit, wenn man nicht hinter die Kulissen der Kurier-Redaktion blickt. Still und heimlich haben Beobachter in den letzten Jahren das einst mehr oder weniger erzkonservative Blatt nach links driften sehen.

Innenpolitik-Chefin ist bei der „Unabhängigen Tageszeitung“ Kurier jetzt eine Dame namens Daniela Kittner, die einst bei ihrer Hochzeit Heinz Fischer, damals ein SPÖ-Polit-Schwergewicht, als Trauzeugen aufmarschieren ließ. Geehelicht hat Kittner an besagtem Freudentag Herbert Lackner, der mehr als zwanzig Jahre Chefredakteur beim Profil war. Seine Objektivität und Äquidistanz zu Politikern und Parteien darf hinterfragt werden im Wissen, dass er 2018 Autor der Biographie Heinz Fischers war.

Ära Helmut Brandstätter

Die Hoffnung, dass der Kurier nach der – von vielen Lesern als leidvoll wahrgenommenen – Chefredakteurs-Ära von Helmut Brandstätter den Linksdrall unter dessen Nachfolgerin Martina Salomon beendet, ist enden wollend.

„Kurier“-Redakteursstatut mit klaren Vorgaben

Das Kurier-Redakteursstatut in seiner Ausgabe vom November 2004, in dessen Besitz unzensuriert ist, regelt ganz klar, wer dort das Sagen hat. Unter Punkt I A heißt es:

Die politische (grundlegende geistige) Richtung des KURIER bestimmt der Herausgeber.

Helmut Brandstätter wird also, so lange ihn die Eigentümer lassen, nach wie vor die Blattlinie vorgeben.

Entgleisungen von Dieter Chmelar

In die Ära Helmut Brandstätter, dessen Ehefrau und ORF-Journalistin Patrica Pawlicki auch nicht im Ruf steht, sich - um es humoristisch auszudrücken – um eine FPÖ-Ehrenmitgliedschaft zu bewerben, fällt ein weiterer, bis dato nie korrigierter oder von einer Entschuldigung begleiteter Medienskandal erheblichen Ausmaßes.

Dieter Chmelar, dessen Stern am Journalisten-Himmel auch schon mal greller leuchtete, twitterte im Juli nach dem Tod von Schriftstellerin Christine Nöstlinger, der von Beileidskundgebungen und -äußerungen aus allen, auch politischen, Himmelsrichtungen begleitet war, Richtung FPÖ:

Die Kondolenz-Karikaturen von den Blauen für die wunderbare Christine Nöstlinger mögen scheißen gehen. Alles, was sie schrieb, ist das Gegenteil von dem, was ihr vorvegetiert, ihr Arschfiguren.

Beleidigung der Regierung

Da bezeichnet ein Journalist des Kurier Vertreter einer österreichischen Parlaments- und Regierungsparteipartei als Arschfiguren und bei der Tageszeitung, die von sich selbst und in der Raiffeisen-Zentrale gerne als Qualitätszeitung wahrgenommen wird, ist noch immer ein Plätzchen frei für Herrn Chmelar.

Dass Politiker der FPÖ mit Vertretern eines Blattes, das einen Mann beschäftigt, der sie als Arschfiguren bezeichnen darf, immer noch reden, ist bewundernswert.

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