An der grünen Grenze bei Bihac sickern immer wieder illegale Migranten von Bosnien nach Kroatien ein.

Bild: Sarah Wattouat / Wikimedia (CC-BY-3.0)
Linke NGO kritisiert konsequentes Vorgehen kroatischer Grenzschützer

Die linke Nichtregierungsorganisation „Border Violence Monitoring“ kritisiert das konsequente Vorgehen kroatischer Grenzschützer gegen illegale Migranten, die von Bosnien her über die grüne Grenze ins Land einzusickern versuchen. Diese internationale NRO stößt sich daran, dass die Illegalen nach dem Aufgriff auf kroatischem Staatsgebiet umgehend nach Bosnien retourniert werde. Zuletzt sollen so wieder rund 350 illegale Einwanderer über die Grenze gebracht worden sein.

Die ganze Aktion soll sich nahe Bihac abgespielt haben, wo die aufgegriffenen Illegalen mit Polizeitransportern zur Grenze geführt und dann über einen Waldweg wieder auf bosnisches Staatsgebiet zurückgeschickt wurden. Auch die Bewaffnung der kroatischen Grenzer stößt bei den linken NGO-Vertretern auf Kritik.

Balkanroute weiterhin für Schleuser und Schlepper attraktiv

Grund für das konsequente Vorgehen der Kroaten ist die Tatsache, dass die Balkanroute weiterhin für Schleuser und Schlepper und deren Kundschaft, die illegalen Einwanderer, attraktiv ist, um nach Mitteleuropa zu gelangen. Allein in Bosnien sollen sich zehntausende Illegale aufhalten, die weiter nach Norden wollen. Ihre Ziele sind Österreich, die Bundesrepublik Deutschland, aber auch Norditalien.

Um einsickernde Illegale über die grüne Grenze zu stellen, werden im Umkreis der italienischen Hafenstadt Triest auch Forstschutzorgane zur Grenzüberwachung eingesetzt.

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