Aus hygienischen Gründen verbannte Koblenz die „Burkinis“ aus den öffentlichen Bädern.

Bild: Frans Persoon / flickr (CC BY-NC-ND 2.0)
Zentralrat der Muslime und Grüne laufen Sturm gegen Burkiniverbot

Erst unlängst beschloss der Koblenzer Stadtrat ein Verbot von Ganzkörperverschleierung beim Schwimmen. Nicht aber, weil es unseren westlichen Sitten und Gebräuchen widerspreche, sondern aus hygienischen Gründen, wie es in einer Stellungnahme heißt. Der Zentralrat der Muslime läuft nun Sturm gegen das Burkini-Verbot in den Koblenzer Schwimmbädern und hat dabei auch die Grünen auf seiner Seite.

Hautkrankheiten unter „Burkinis“ verborgen

Weil es in der Vergangenheit vermehrt zum Besuch von moslemischen Frauen in Ganzkörperschwimmanzügen gekommen war, sahen sich die öffentlichen Bäder zum Handeln gezwungen. Schließlich könne man nicht sehen, ob die Frauen in den „Burkinis“ offene Wunden oder ansteckende Hautkrankheiten hätten.

„Bäder sollen allen Bürgern offen stehen“

Auf Antrag der CDU und der Freien Wähler beschloss der Stadtrat dann ein generelles Verbot für besagte Schwimmkleidung in den städtischen Bädern. Mit Empören reagierte aber nicht nur die rheinland-pfälzische Integrationsministerin Anne Spiegel von den Grünen, sondern vor allem der Zentral der Muslime. Öffentliche Einrichtungen wie die Bäder sollten nämlich allen Bürgern offenstehen, argumentierte Malika Laabdalloaui, die Vorsitzende der Vereinigung in Rheinland-Pfalz gegenüber den SWR. Die Tatsache, dass Burkinis unhygienischer seien als ein Bikini konnte sie allerdings nicht entkräften.

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