Fans reden bei der Präsidiumswahl mit. Damit bringt sich Rapid in eine ausweglose Situation bei der Bekämpfung von gewaltbereiten Fans.

Foto: Bild: Bwag - Own work / Wikimedia CC BY-SA 4.0
Rapid betreibt unter dem Deckmantel der Fankultur gefährliches Spiel

In den Vorstellungen der SPÖ-Politiker ist Innenminister Herbert Kickl (FPÖ) an allem schuld, was in Österreich an Problemfeldern auftaucht. Da war es auch nicht verwunderlich, dass es knapp vor Weihnachten, als alle schon im Gedanken der friedlichsten Zeit des Jahres waren, ausgerechnet von den Roten im Bundesrat noch eine „Dringliche Anfrage“ an Kickl gab.

Schwere Fanausschreitungen

Der Vorsatz der SPÖler war klar: Kickl muss im Zusammenhang mit dem Einsatz der Polizei beim Wiener Fußball-Derby negativ dargestellt werden. Zur Erinnerung: Beim Spiel von Austria Wien gegen Rapid kam es zu so schweren Fanausschreitungen, dass für einige Zeit sogar die Südosttangente gesperrt werden musste.

Kickl nimmt Polizisten in Schutz

Anders als es seine Vorgänger in der Regel praktizierten, stellte sich der Innenminister voll hinter seinen Polizisten. Noch mehr sogar, Kickl nahm sie in Schutz, bezeichnete den Einsatz der Beamten professionell, umsichtig und absolut verhältnismäßig. Siehe auch das Video von Kickls Rede im Bundesrat.

Rapid-Funktionäre auf Seite der Krawallmacher

Abgesehen davon, dass sich SPÖ-Politiker in aller Öffentlichkeit quasi auf die Seite gewaltbereiter Fußballfans stellten, macht auch das Verhalten der Rapid-Verantwortlichen, die nicht die Ausschreitungen ihrer Fans auf das Schärfste verurteilten, sondern die Polizei kritisierten, ziemlich fassungslos.

Fans wählten SPÖ-Gemeinderat ins Präsidium

Ein Kenner der Szene versucht dieses Verhalten zu erklären: Das Rapid-Präsidium wird von einem Wahlkomitee (zuletzt waren es sechs Personen) gewählt, in dem drei Vertreter der Fanclubs sitzen. Auch der Vertreter der besonders auffälligen Ultras saß in diesem Wahlkomitee, das unter anderem Christoph Peschek zum Geschäftsführer des Vereins bestimmte. Peschek, früher SPÖ-Landtagsabgeordneter, soll zuvor Hardcore-Fans angehört haben.

Heißt also: Funktionäre von Rapid müssen sich mit dem Bodensatz der eigenen Fußballfans, die verbotene Pyrotechnik zünden, Geschäfte verwüsten und den Verkehr auf der Autobahn gefährden, arrangieren, um im Präsidium von Rapid verbleiben zu können.

Ausweglose Situation bei Rapid

Der Verein Rapid hat sich mit diesen Vereinsstatuten selbst in eine (fast aussichtslose) Situation gebracht, um gegen gewaltbereite Fans vorzugehen. Während andere Fußballklubs es längst geschafft haben, mit hartem Durchgreifen bis zum Stadionverbot Hooligans in den Griff zu bekommen, müssen Besucher von Rapid-Spielen (vor allem bei Auswärtsspielen) weiterhin um Leib und Leben bangen.

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