Russland: Metallabfälle bekommen jetzt durch eine neue Technologie eine enerige- und umweltfreundliche Wiederverwendung.

Foto: Bild: Onderwijsgek / Wikimedia (CC-BY-SA-2.5-NL)
Russland: Metallurgischer Ofen für Industrieabfall-Verbrennung entwickelt

Eine neue Innovation in Sachen Umwelt und Energie konnte jetzt in Russland vorgestellt werden. Aktuell wurde das Pilotprojekt eines neuen metallurgischen Ofens vorgestellt, der eisenhaltige Industrie- sowie Feststoffabfälle verarbeiten kann. Dabei können 16.000 Tonnen Metall pro Jahr eingeschmolzen und gleichzeitig Energie produziert werden, ohne dabei die Umwelt zu schädigen. Das Projekt ist das Ergebnis einer Zusammenarbeit zwischen der NUST MISIS-Forschergruppe und dem Industrieunternehmen Vtoraluminprodukt als Partner aus dem Industriesektor.

Nikolay Shenchenko, Mitglied des Fachausschusses für Bergbau der Staatsduma der Russischen Föderation für Industrie und Innovation erläutert das System:

Der Vorteil dieser Technologie ist, dass kein Abfall entsteht und eine einfache, verlässliche und umweltfreundliche Reinigung der Abgase möglich ist. Dadurch ist es möglich, die Verarbeitung von metallurgischem Abfall, kohlevorbereitende Betriebe und städtischen Abfall von Unternehmen oder Ansiedlungen, die mit Kohle beheizt werden, zu kombinieren. Es ist sozusagen eine Universaltechnik.

130 Milliarden Tonnen Müll warten auf Verarbeitung

Insgesamt warten in Russland nicht weniger als 130 Milliarden Tonnen Müll auf die Verarbeitung und Weiternutzung. Damit ergibt sich ein großes Potential für die Anwendung der neuen Technologie in diesem Zusammenhang:

Diese Technik kann repliziert werden. Die Entwickler halten sie für Technologie der 3. Generation, die noch perfekter und effizienter ist als ihre Vorgänger. Eine derartige Anlage hat Zukunft, weil es immer etwas zu recyceln gibt. Es wird immer fettige Okarinas, Schlacken, Staub und Gasreinigung geben, d. h. Nebenprodukte der Metallurgie, und deren Aufarbeitung wird immer relevant sein. Die entsprechenden Anlagen sollten in Regionen mit starker Metallurgieverarbeitung gebaut werden, sodass der Transportaufwand kostengünstiger ist.

Auch ein flexibler Einsatz der neuen Technologie bezüglich der Zusammensetzung des anfallenden Abfalls ist möglich, wie die Entwickler belegen:

Aufgrund von Kundenanfragen besteht die Möglichkeit, die Schlackenzusammensetzung für die weitere Verarbeitung auszuwählen: Schlackensteinprodukte, Schlacken aus thermischem Isolierungsmaterial, dienen als Basis für die Produktion von Zementklinker, etc. Durch das einzigartige Design der Einheit betragen die Energiekosten nur 500 kg Kohle und 500 nm[3] Sauerstoff pro Tonne Gusseisen. Deswegen bereiten wir Industrieabfälle auf, erhalten Gusseisen, kommerzielle Schlacken und Nicht-Metallkonzentrat. Unsere Technologie produziert keine Abfälle. Die Pilotanlage wurde zudem dafür konzipiert, die Technik der abfallfreien Gaserzeugung aus zahlreichen kohlenstoffhaltigen Abfällen, auch Hausmüll, zu testen.

Überhaupt wird der auf Rohstoffe gestützten „alten Ökonomie“ in Zukunft wieder mehr Bedeutung zukommen, wie Anhänger der realistischen wirtschaftspolitischen Denkschule ins Treffen führen. Ein Indiz ist die Bewegung nach oben auf den Edelmetallmärkten, insbesondere bei Gold in den letzten Wochen.

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