Plastik-Müllberge: Amazon-Vertrieb produziert Tag für Tag viele Tonnen an Verpackungsmaterial.

Bild: Álvaro Ibánez / Wikimedia (CC-BY-2.0)
Amazon & Co: Plastiksackerl-Verbot soll auch Online-Händler betreffen

Das generelle Plastiksackerl-Verbot steht vor der Tür. Aber auch der internationale Online-Handel, Stichwort Amazon und Co, sollte zukünftig in die Pflicht genommen werden. Geht es nach der türkis-blauen Bundesregierung, dann wird es ab 2020 keine Plastikverpackungen mehr im österreichischen Handel geben. Damit sollen die Plastikmüllberge, aber auch die Verschmutzung der Gewässer mit Plastikpartikel der Vergangenheit angehören.

Der österreichische Handel nimmt bereits seit 2014 eine Vorreiterrolle ein und sparte seither mit einer freiwilligen Initiative mehr als 112 Millionen Plastiksackerl ein, was einem Volumen von rund 20 Prozent entspricht.

Internationalen Online-Handel gegen Plastikmüll miteinbeziehen

Rainer Will, Geschäftsführer des Österreichischen Handelsverbands, mahnt ein, dass auch der internationale Online-Handel in das Plastiksackerl-Verbot miteinzubeziehen sei:

Ein Österreich ohne Plastikmüll ist nur durch die Zusammenarbeit und den Einbezug aller relevanten Branchen möglich. Das gilt auch für den internationalen Online-Handel, der bisher von allen diesbezüglichen Regulierungen ausgenommen war – sofern er keine Betriebsstätte in Österreich unterhält. Die Paket-Volumina im E-Commerce wachsen Jahr für Jahr zweistellig, hier sehen wir dringenden Handlungsbedarf für die Schaffung fairer Spielregeln.

Amazon steht aber nicht nur in Sachen Plastikmüll am Radar des Österreichischen Handelsverbandes. Derzeit läuft auch ein vor der österreichischen Bundeswettbewerbsbehörde durch diese freiwillige Interessensvertretung angestrengtes Verfahren gegen Amazon wegen dessen Geschäftspraktiken im Online-Handel.

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