Ukrainer könnten bei bevorstehender Präsidentschaftswahl Poroschenko durch Timoschenko ersetzen.

Bild: European People s Party / Wikimedia (CC-BY-2.0)
Ukraine: Präsidentschaftswahlen im März könnten Machwechsel bringen

Einen neuerlichen Machtwechsel könnte die bevorstehende Präsidentschaftswahl in der Ukraine bedeuten. Aktuell stehen sich die beiden feindlichen Lager des amtierenden Staatspräsidenten Petro Poroschenko und der ehemaligen Ministerpräsidentin Julia Timoschenko gegenüber. Poroschenko, jahrelang von Brüssel, Berlin und Washington protegiert, hat mit seinem korrupten Regime in Kiew abgewirtschaftet. Weder ökonomisch noch politisch hat es Poroschenko geschafft, sein Land zu stabilisieren.

Auch den Konflikt in der Osturkraine und mit der russischen Halbinsel Krim konnte der Staatspräsident nicht lösen oder auch nur kurzfristig befrieden. Ganz im Gegenteil, es herrscht latenter Kriegszustand in beiden Regionen mit Russland und den lokalen Unabhängigkeitsbewegungen. Von den ehemals 54 Prozent Wählern, die den ehemaligen Wirtschaftsminister 2014 ins Präsidentschaftsamt gewählt hatten, sind nach aktuellen Umfragen nur mehr sieben bis elf Prozent übrig geblieben.

Julia Timoschenko klopft an die Tür des Präsidentenamtes

Aktuell hat Julia Timoschenko mit ihren Verbündeten die besseren Chancen beim Urnengang für das Präsidentenamt. Aber auch sie kann nach aktuellen Umfragen nur 13 Prozent auf sich vereinigen. Um über die 50 Prozent zu kommen, müssen sich beide Kandidaten Verbündete suchen. Als weiterer Kandidat tritt der Fernsehkomiker Wolodimir Selenski auf dem politischen Parkett auf, der mit bis zu neun Prozent der Wählerstimmen rechnen könnte. Und nicht zu vergessen ist auch der prorussische einstige Viktor-Janukowitsch-Anhänger Juri Bojko als Kandidat, der im Osten des Landes über eine große Anhängerschaft verfügt.

Massiven Einfluss auf den Urnengang dürfte auch die aktuelle Auseinandersetzung um die von Präsident Poroschenko betriebene Kirchenspaltung bei den orthodoxen Christen in der Ukraine haben, die zu einem weiteren Konflikt innerhalb der Bevölkerung geführt hat.

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