Auf diesem bald zehn Jahre alten Foto des Weihnachtsmarktes in Cottbus war die Welt noch in Ordnung – heute löst die Empörung über Messerstecher bereits Unmut aus.

Bild: Stefan Fussan / wikimedia commons / (CC BY-SA 2.5)
Verkehrte Welt: Reaktion der Stadt Cottbus auf Messerattacke empört Linke – nicht die Tat

Nach der Messerattacke auf einen 28-Jährigen in der Neujahrsnacht in Cottbus fahndet die Polizei weiter nach dem bislang unbekannten Täter, berichtet tag24.de.

Zur Vorgeschichte: Ein couragierter Mann habe vor dem Angriff zunächst erfolgreich einen Streit geschlichtet, so ein Sprecher der Polizeidirektion Süd am heutigen Mittwoch (2. Januar). Kurz darauf habe der Täter plötzlich ein Messer gezogen und auf den Streitschlichter eingestochen. Der Helfer musste daraufhin schwer verletzt in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Bei dem Messerstecher handele es sich nach den ersten Ermittlungen laut Polizeiangaben um einen Ausländer „südländischen Aussehens“.

Erklärung der Stadt Cottbus ist rechtspopulistisch“

Wer jedoch glaubt, dass so ein Vorfall bei allen Bevölkerungsschichten gleichermaßen Empörung und das Verlangen auslöst, derartige Verbrecher rasch loszuwerden, der irrt sich gewaltig. Linke und andere Gutmenschen sind vielmehr über empörte Reaktionen der Bürger und verantwortungsvoller Politiker nach Gewaltverbrechen von Ausländern erregt. So auch in diesem Fall: Die Erklärung der Stadt Cottbus zu dem Vorfall sorgte unterdessen für einen regelrechten „Shitstorm“ im sozialen Netzwerk Twitter. Das „Unerhörte“ liest sich dann so:

Sollte der oder die Täter hier noch ein Gastrecht genießen und kein unbeschriebenes Blatt sein, werden wir nicht zögern, ihm oder ihnen klarzumachen, dass er oder sie ein Ticket in die Heimat zu lösen haben.

Abgedroschene Reaktionen

Diese Stellungnahme löste, wie gewohnt, die üblichen reflexartigen Reaktionen, samt den obligaten, jedoch schon abgedroschenen Nazivergleichen aus. So liest man auf Tag24: „Twitter-Nutzer warfen der Stadt daraufhin eine Nähe zu rechtspopulistischen und neonazistischen Positionen vor“. Und im Update der Erklärung vom 2. Januar ringt die Stadtverwaltung um Verständnis für ihre Haltung. Dort heißt es dann:

Grundsätzlich wollen wir klarstellen, dass wir gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit in unserer Stadt sind. Aber wir verurteilen auch jede Gewalttat, unabhängig davon, wer als Tatverdächtiger ermittelt wird. Jeder, der Gesetze missachtet und Straftaten begeht – ganz gleich welcher Herkunft – muss entsprechend die rechtlichen Konsequenzen in Kauf nehmen.

Allein der Umstand, dass man erklären muss, dass „jeder“, also auch ein ausländischer Straftäter, „rechtlich Konsequenzen in Kauf nehmen muss“, impliziert, dass das durchaus nicht (mehr) als selbstverständlich betrachtet wird im Deutschland von heute. Zumindest nicht in linken Kreisen. Stichwort: Kuscheljustiz.

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