Ex-Verkehrsminister Stöger ließ in seinem Ministerium zu, dass ein Gemälde des Belvedere versteigert werden sollte.

Bild: SPÖ Presse und Kommunikation / Wikimedia (CC BY-SA 2.0)
Ex-Verkehrsminister Stöger wollte Belvedere-Gemälde versteigern lassen

Dass „Mein“ und „Dein“ bei Marxisten ideologisch umstritten ist, hat die Weltgeschichte bewiesen. Dass aber auch in der Ressortverantwortlichkeit sozialdemokratischer Minister der Eigentumsbegriff ein variabler ist, belegt der Skandal rund um die versuchte Versteigerung eines Belvedere-Gemäldes im Verkehrsministerium im Jahr 2015 unter der Ressortführung von Ex-Minister Alois Stöger (SPÖ).

Damals sollte das Gemälde „Versunkene Pracht von Hugo Darnaut durch das Ministerium über das Dorotheum versteigert werden. Kleiner Schönheitsfehler dabei, das Gemälde war eine Leihgabe der Österreichischen Galerie Belvedere, gehörte also gar nicht dem Verkehrsministeriums. Erst im Dorotheum bemerkte man diese Verirrung des rot geführten Verkehrsressorts und stellte das Gemälde dem Belvedere zurück.

SPÖ-Bundesgeschäftsführer Drozda nahm Bild einfach mit

Stöger befindet sich mit der Vorgangsweise, die unter seiner Ministerschaft in Sachen Eigentum und Verfügungsmacht an Gemälden der Bundesmuseen in guter „genossenschaftlicher“ Tradition. Auch sein Ex-Ministerkollege Thomas Drozda hatte ein Bild aus dem Kulturressort zuerst in den SPÖ-Klub mitgenommen, um es dann sogar in die SPÖ-Zentrale in der Löwelstraße zu übersiedeln. Mittlerweile wurde das Bild zurückgegeben.

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