Die von Drasenhofen im Dezember zur Caritas nach St. Gabriel (Bild) übersiedelten jugendlichen Migranten müssen nun erneut umziehen, weil sie volljährig sind.

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Neuer Wirbel um „Problem-Afghanen“: Nach neuerlichem Gewaltausbruch ist er jetzt in Wien

„Jetzt gehört er uns Wienern“, kommentiert der geschäftsführende Wiener FPÖ-Landesparteiobmann und Klubobmann im Parlament, Johann Gudenus, trocken die Verlegung eines afghanischen Flüchtlings nach Wien, nachdem dieser in einer Unterkunft in Mödling erneut gewalttätig geworden war. Nach einem Bericht der Tageszeitung Heute handelt es sich dabei um einen „Problem-Flüchtling“, der sich schon zuvor durch sein aggressives Verhalten für eine Unterbringung nach strengeren Richtlinien in der Flüchtlingsunterkunft Drasenhofen qualifiziert hatte, die letztendlich wieder geschlossen werden musste, weil sie für NGOs nicht ausreichend „jugendgerecht“ ausgestattet war.  

„Wie kommen wir Wiener dazu?“

„Dieser Gewalttäter ist bereits mehrfach aufgefallen – nach dem letzten Gewaltausbruch wurde er nun von Mödling nach Wien `abgeschoben´, wo er sich selbstverständlich weiter frei bewegen darf. Wie kommen wir Wiener eigentlich dazu?“, fragt Gudenus. Dem Bericht zufolge soll der `Jugendliche´ nun in einer Unterkunft in Ottakring untergebracht worden sein. „Dieses Vorgehen ist völlig inakzeptabel. Der Gewalttäter sollte seit Wochen in Drasenhofen speziell betreut werden, stattdessen wird er jetzt in Wien auf die Bevölkerung losgelassen. Ich sehe nicht ein, dass man so lange zuschauen muss, bis wieder etwas Furchtbares passiert“, so Gudenus abschließend. 

Sechs von 16 Ex-„Minderjährigen“ haben am 1. Jänner Geburtstag

Hintergrund der Geschichte: Sechs der 16 von Drasenhofen nach St. Gabriel bei Mödling verlegten minderjährigen (abgelehnten) Asylwerber wurden per 1. Jänner (ein auffallend häufiges, weil leicht zu merkendes Geburtsdatum bei „minderjährigen“ Migranten) 18 Jahre alt und damit volljährig und müssen daher in Erwachsenen-Quartiere umgesiedelt werden, wo sie auf ihre Abschiebung warten (jugendliche Illegale dürfen nicht abgeschoben werden). So steht es in der am 4. Dezember 2018 getroffenen Vereinbarung zwischen Caritas-Geschäftsführer Klaus Schwertner und dem niederösterreichischen Asyl-Landesrat Gottfried Waldhäusl (FPÖ).

Caritas hätte die illegal Aufhältigen gerne weiter betreut

Ausgerechnet Schwertner ist es, der die Übersiedlung der sechs Abzuschiebenden in Erwachsenen-Quartiere nun beklagt, weil sie dort weniger „Betreuung“ hätten. Man hätte die „Kinder- und Jugendhilfemaßnahmen“ für die Burschen gerne noch bis 21 Jahre verlängert (pro „unbegleitetem Minderjährigen“ zahlt der Staat Organisationen wie der Caritas bis zu 95 Euro Taggeld). Das wiederum verärgert Landesrat Waldhäusl, der bedauert, „dass sich kirchliche Institutionen nicht an geschlossene Verträge halten wollen.“ Schließlich befänden sich die Burschen ja nur noch in der „Warteschleife“ bis zur Abschiebung.

„Engmaschige Betreuung“ funktioniert nicht so ganz

Dazu kommt, dass der von Gudenus erwähnte „Problem-Afghane“ in St. Gabriel erneut gewalttätig geworden war (er fand seine Schuhe nicht und drehte daraufhin durch), obwohl die Caritas eine „engmaschige Betreuung“ versprochen hatte. „Wenn ein Betreuer attackiert wird, hat die Caritas dies offensichtlich nicht hundertprozentig im Griff. Pizza essen mit den Burschen ist kein Konzept, es tut mir leid“, zitiert Heute dazu den Mödlinger Bürgermeister Hans Stefan Hintner.

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