Die Vertreter der Amtskirchen wenden sich gerne gegen Gewalt, es sei denn, es trifft Vertreter einer anderen Weltanschauung. Dann schauen die Amtskirchenvertreter lieber weg.

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Überfall auf AfD-Vertreter: Wo bleibt der Aufschrei der Amtskirche im Fall Magnitz?

Es können dem Beobachter fast die Tränen kommen. Da hat doch tatsächlich der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick den Anschlag auf den Bremer AfD-Landesvorsitzenden Frank Magnitz verurteilt und dem Opfer gar „baldige Genesung“ gewünscht. Menschen mit wachem Verstand fragen sich, ob diese Stellungnahme als Satire-Aktion gedacht ist. Ist es doch eben dieser „hochwürdige“ klerikale Spitzenverdiener Schick, der, nachdem bereits zahlreiche Anschläge auf die Einrichtungen und Mitglieder der AfD samt deren Eigentum erfolgt waren, allen Ernstes forderte, die Auseinandersetzung mit der AfD müsse noch härter geführt werden.

Kein Wort einer Distanzierung von Gewalt

Wie unzensuriert längst verdeutlichte, so fiel im betreffenden Zusammenhang bisher kein Wort von Amtskirchenmann Schick einer Distanzierung von Gewalt gegen AfD-Mitglieder und AfD-Einrichtungen, nicht einmal der Wunsch bei Anschlägen zumindest Leben und Gesundheit von Kindern der AfD-Mitglieder zu schonen. Die nun behauptete amtskirchliche Distanzierung von Gewalt wirkt umso unglaubwürdiger, wenn man den bisherigen Tiraden Schicks und anderer Herrschaften gegen die AfD in ihrer Gesamtheit nachgeht.

Verlust von Kirchensteuerzahlern

Ein ganz praktischer Grund für den Versuch, ein bisschen Kreide zu fressen, lautet wohl ganz einfach: Geld! Die Kirchenaustrittswelle rollt weiter, nicht zuletzt im Erzbistum Bamberg und der von ihm angeführten Kirchenprovinz und damit schlicht und einfach der voranschreitenden Verlust von Kirchensteuerzahlern. Die zwischen dem Erzbistum Bamberg und dem Bistum Eichstätt geteilte Stadt Nürnberg wies schon vor Jahren die Konfessionslosen, auch genannt Konfessionsfreie, als die mit Abstand größte Gruppe in der Bevölkerung auf. Die Menschen ohne offizielle Konfessionszugehörigkeit und damit ohne Kirchensteuerverpflichtung sind in Nürnberg längst auf dem Weg zur absoluten Mehrheit, wenn sie diese nicht eh schon erreicht haben.

Kirchenaustrittswelle in Eichstätt

In Bambergs Suffragandiözese Eichstätt stehen die Zeichen nicht nur wegen der Auflösungserscheinungen in der kirchlich geteilten Metropole Nürnberg auf Sturm. Das Standesamt Eichstätt meldete jüngst, dass die Kirchenaustritte „sich im Vorjahresvergleich mehr als verdoppelt“ haben. Über die besonders herausstechenden Skandale im Bistum Eichstätt hatte seinerzeit nicht zuletzt unzensuriert berichtet. Dabei bedarf es in der Stadt Eichstätt noch einiger Kaltblütigkeit, um aus dem Kirchensteuerverband der Amtskirche auszutreten. Ist doch die amtskirchliche Diözese Eichstätt der eine ganz große örtliche Arbeitgeber und die eigens mit Staatsmittel geförderte Katholische Universität der andere. Selbst in einem so engmaschig kontrollierbaren Milieu brechen jetzt also amtskirchliche Wälle!

Möglicherweise droht Eichstätts Skandalbischof Hanke nun das Schicksal seines Vorgängers. Bischof Walter Mixa musste damals, als inzwischen zum Bischof von Augsburg befördert zurücktreten, anders gesagt, er wurde gefeuert. Fünf Jahre danach schrieb die Augsburger Allgemeine: „Seine Verfehlungen verfolgen ihn noch heute“. Fürwahr ein Menetekel für Bischof Hanke und wohl auch Erzbischof Schick!

Knaller in Chile

Dass auf bisherige Sicherheiten für Amtskirchenvertreter immer weniger zu zählen ist, macht jetzt die Republik Chile eigens deutlich. Von deutschen, aber nicht von anderen Medien weitgehend übergangen, hat jetzt die Menschenrechtskommission des chilenischen Senates einstimmig (!) gefordert, Kardinal Ezzati wegen dessen Verwicklungen in Missbrauchsskandale die chilenische Staatsbürgerschaft zu entziehen.

Klerikale Krokodilstränen

Offensichtlich war nicht einmal mehr ein einziger Linker in dem Senatsausschuss bereit, für den Kardinal ein Votum abzugeben. Erzbischof Schick wie andere Amtskirchenvertreter mögen sich entsetzt gedacht haben: „Gibt es denn in Chile keine Antifa für uns, oder lassen die uns einfach im Stich?“

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