Warnhinweis aus einer Studie: Das Rauchen eines Jonits in der Jugend kann die Hirnsubstanz bleibend schädigen.

Bild: ashton / Wikimedia (CC-BY-2.0)
Cannabis: Die Hirnanatomie von Jugendlichen wird geschädigt

Neue Erkenntnisse zum Cannabis-Missbrauch bringt die aktuelle Studie des Forschungsprojekts „Imagen“ im Bezug auf die Veränderung und damit Schädigung der Hirnanatomie von Jugendlichen. Laut Expertenmeinung können bereits ein bis zwei gerauchte Joints die Hirnzellen nachhaltig beeinträchtigen und so zu bleibenden Schädigungen führen, wie in der Fachpublikation „Journal of Neuroscience“ dargestellt wurde. Somit steht bereits bei geringem Missbrauch die Gehirnentwicklung und damit geistige Gesundheit auf dem Spiel.

Die Erkenntnisse wurden auf der Grundlage einer Methode gezogen, die auf der Magnetresonanztomografie fußt und das Volumen der grauen Hirnsubstanz misst

Graue Hirnsubstanz bei Cannabis-Missbrauch größer

Bei jenen Jugendlichen, die Cannabis konsumiert hatten, war die graue Hirnsubstanz erheblich größer als bei den übrigen Versuchspersonen. Dabei waren vor allem jene Hirnregionen, in denen Cannabinoid-Rezeptoren aktiv sind, betroffen. Und diese Hirnregionen sind dafür zuständig, dass Ängste verarbeitet werden, sowie für das Gedächtnis und das räumliche Vorstellungsvermögen sehr wichtig.

Aus medizinischer Sicht ist das organische Schrumpfen der grauen Hirnsubstanz für die Reifung des Gehirns im Zuge des Erwachsenwerdens von zentraler Bedeutung. Exogene Cannabinoide können diesen Reifungsprozess massiv stören. Vor diesem Hintergrund gewinnt auch die restriktive Haltung des österreichischen Gesundheitsministeriums gegenüber dem Cannabinoid-Missbrauch neue gesundheitspolitische Relevanz.

 

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