Bei einer Großaktion der Wiener Polizei wurden viele Standorte sogenannter „Straßen-Studios“ kontrolliert.

Foto: Bild: Jerks of the World unite ! / Wikimedia (CC-BY-SA-4.0)
Wien: Aktion scharf gegen „Ost-Puffs“

Eine „Aktion scharf“ wurde in den letzten Tagen gegen sogenannte „Ost-Puffs“ in Wien durchgezogen. Als „Ost-Puffs“ bezeichnet man Prostitutionslokalitäten, die sich im Eigentum von osteuropäischen Zuhälter-Ringen befinden, und in denen vor allem Frauen aus der Slowakei, Ungarn und Rumänien ihre Dienste anbieten.

Neben einer großangelegten Kontrollaktion gegen sogenannte „Straßen-Studios“ in verschiedenen Wiener Bezirken wurde auch gegen die illegale Hinterzimmer-Prostitution vorgegangen. Im Zuge dieser Behördenmaßnahmen wurden nicht weniger als 63 Anzeigen erstattet und Verwaltungsstrafen in der Höhe von mehr als 17.000 Euro eingehoben. Razzien fanden in 18 Wohnungen statt, und vier Standorte wurden polizeilich geschlossen und versiegelt.

Zuhälterei als rumänisches Geschäftsmodell?

Im Zuge der Polizeiaktion konnte auch ein rumänisches Ehepaar gestellt werden, das sich in diesem illegalen Gewerbe ökonomisch betätigt hatte. Der Ehemann führte acht Lokalitäten, in denen Prostituierte ihre Geschäfte anbahnten und vollzogen. Wegen insgesamt 7.000 Euro wurden beide Rumänen in verwaltungsstrafrechtliche Verwahrung in das Polizeianhaltezentrum genommen.

Vor allem die osteuropäische Zuhältermafia verstößt nicht nur immer wieder gegen die einschlägigen Gesetze, sondern versucht auch wiederholt, groß angelegten Sozialmissbrauch zu vollziehen, indem für einzelne Mitarbeiterinnen parallel zu ihrem Prostitutionsgewerbe auch noch Sozialleistungen wie etwa die Mindestsicherung in Wien abgeholt werden.

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