„Polizei aushungern“: Fakten sprechen eine andere Sprache als die SPÖ | Unzensuriert.at

„Polizei aushungern“: Fakten sprechen eine andere Sprache als die SPÖ

Eignungsinterview eines Bewerbers mit einer Psychologin des BMI (Mitte) und zwei psychologisch besonders geschulten Polizeibeamten.  Foto: BMI/Pachauer
Eignungsinterview eines Bewerbers mit einer Psychologin des BMI (Mitte) und zwei psychologisch besonders geschulten Polizeibeamten.
Foto: BMI/Pachauer
24. Jänner 2019 - 14:36

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"Die Wiener Polizei ist ausgehungert“, so SPÖ-Gemeinderat und Sicherheitssprecher Christian Hursky in seiner Presseaussendung. Träumt dieser Mann? Lebt er auf dem Mond? Oder nimmt er einfach Realitäten nicht wahr? Tatsächlich nämlich gibt es jetzt mit 30.900 Beamten deutlich mehr Polizisten auf der Straße als noch im Jänner 2018 mit 28.200.

Phantasiezahlen der SPÖ

Die Zahlen stammen vom Innenministerium, also handelt es sich um offizielle Angaben, nicht um Phantasiezahlen der SPÖ, die es anscheinend nicht aushält, dass mit Innenminister Herbert Kickl von der FPÖ endlich für mehr Sicherheit im Land gesorgt wird.

Mit Ende Dezember haben sich mehr als 7.000 Frauen und Männer für den Polizeiberuf beworben. Ein Höchststand im Vergleich zu den vorangegangenen Jahren. Polizist werden ist offensichtlich wieder „in“ - und das liegt vor allem am Chef, Innenminister Kickl, und dessen selbst- und problembewusstem Auftreten.

Jobsuchende bevorzugen Karriere in Uniform

Der freiheitliche Innenminister hat sich nicht nur in heiklen Situationen - wie zuletzt beim Vorgehen gegen gewaltbereite Fußballfans beim Wiener Derby - immer hinter seine Beamten gestellt, sondern mit Stichschutzwesten und besserer Ausrüstung auch für mehr Sicherheit innerhalb der Exekutive gesorgt. Das spricht sich offensichtlich herum. Plötzlich hat der Polizeiberuf einen anderen Stellenwert und immer mehr Jobsuchende bevorzugen eine Karriere in Uniform.

4.000 Polizisten mehr auf der Straße

Das ist auch dringend notwendig, denn einerseits gehen in den nächsten Jahren fast tausend Beamte in Pension, und andererseits hat Innenminister Kickl versprochen, bis zum Ende der Legislaturperiode 4.000 Polizisten mehr auf die Straße zu bringen.

Nach dem Rekrutierungserfolg im Vorjahr geht die Offensive bei der Polizeiaufnahme daher auch 2019 in großem Umfang weiter. Eine großangelegte und attraktive Werbekampagne mit Sujets wie „Deine Rolle ist spannender als ein Hollywoodstreifen“ oder „Lieber Streifenfahrt als Nadelstreif“ will das Innenministerium vor allem die wichtige Rolle des Streifenpolizisten herausstreichen. Dazu wurde auch ein Video produziert, für das die deutsche Synchronstimme von Bruce Willis gewonnen werden konnte.

Polizei-Image-Video als Hit im Internet

Ein weiteres Imagevideo, das für die Rekrutierung gedreht wurde, ist mittlerweile zum vielbeachteten Hit im Internet geworden.

Neue, verbesserte Aufnahmeverfahren

Neu ist das Aufnahmeverfahren, das seit 1. Jänner auf völlig neue Beine gestellt wurde. Eine der wichtigsten Änderungen: Innerhalb von zwei knapp aufeinanderfolgenden Testtagen wird entschieden, ob die Bewerberin oder der Bewerber für den Polizeiberuf geeignet ist. Den Kandidaten wird außerdem unnötiges Warten - bisher oft länger als ein Jahr - erspart: Drei bis maximal fünf Monate nach der Bewerbung können die erfolgreichen Teilnehmer mit der Ausbildung beginnen.

Eigene Internet-Seite für Interessenten

Das Innenministerium hat unter www.polizeikarriere.at eine eigene Seite eingerichtet, auf der alle Informationen für die Bewerber übersichtlich zusammengefasst sind.

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