Politische Verharmlosung von links: Die Morde 2018 in Wien und ihre Täter | Unzensuriert.at

Politische Verharmlosung von links: Die Morde 2018 in Wien und ihre Täter

Obwohl die Zahlen eine deutliche Sprache sprechen, kommt der Zusammenhang zwischen Einwanderung und Gewalt in den Medien so gut wie nicht vor. Die SPÖ verortet die Ursache für die Morde der jüngsten Zeit sogar an parteipolitischer Stelle. Foto: geralt / pixabay.com (CC0)
Obwohl die Zahlen eine deutliche Sprache sprechen, kommt der Zusammenhang zwischen Einwanderung und Gewalt in den Medien so gut wie nicht vor. Die SPÖ verortet die Ursache für die Morde der jüngsten Zeit sogar an parteipolitischer Stelle.
Foto: geralt / pixabay.com (CC0)
27. Jänner 2019 - 1:08

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Die letzten Wochen haben eine erschreckende Häufung von Tötungsdelikten insbesondere an Frauen gezeigt. Aktueller Höhepunkt waren die Ermordung von Manuela durch einen syrischen Asylanten und der Messermord auf einem Tullner Parkplatz, der durch einen Mazedonier verübt wurde.

Mainstreammedien mit wirren Erklärungsversuchen

Wie nicht anders zu erwarten, sind die Versuche zahlreich, das Geschehene zur Bestätigung der vorgefasster Meinungen heranzuziehen: Insbesondere die Systemmedien sind bemüht, das Phänomen auf „toxische Männlichkeit“ oder eine unzureichende Unterstützung von emanzipatorischer Politik zurückzuführen: „Es brauche feministische Arbeit auf vielen Ebenen, um diesen Vorstellungen (etwa die gängige Täter-Opfer-Umkehr oder die vermeintlich passive weibliche gegenüber einer aktiven männlichen Sexualität) etwas entgegenzusetzen.

19 Tötungsdelikte 2018 in Wien

Nun könnten ja die letzten vier Fälle möglicherweise eine Verkettung von Zufällen gewesen sin, weswegen die Ausdehnung der Betrachtung in systematischer Weise sinnvoll erscheint. Im Folgenden sind daher sämtliche in den Medien recherchierbare Tötungsdelikte, die in Wien im Jahr 2018 stattgefunden haben aufgelistet:

3. Jänner

Mann ersticht Frau und erwürgt Tochter, anschließend springt er in den Tod. Der Täter wird in den Medien vereinzelt als „serbischstämmig beschrieben“.

3. Jänner

Eine 37-Jährige soll ihr Baby in ihrem Spitalszimmer im Donauspital erstickt haben. Die Täterin ist die Tochter eines hochrangigen Diplomaten, dem ein Missbrauch des Kindes vorgeworfen wird, Medien Spekulieren über einen „Mord aus Liebe“ und eine psychische Erkrankung der Mutter.

24. Jänner

Eine 91-jährige Frau wird in Penzing mit einem Hammer erschlagen. Als tatverdächtig wird ein „20-Jähriger“ ausgeforscht, der einen serbischen Migrationshintergrund hat. Als Tathintergrund wird ein Diebstahl am späteren Opfer ermittelt.

28. Jänner

„Alfred U.“, ein mehrfach vorbestrafter Sexualstraftäter, ermordet „Beata“, und versucht, die Leiche im Neusiedlersee verschwinden zu lassen. Das eindrucksvolle Strafregister lässt den Medienkonsumenten verblassen.

6. April

Eine 52-Jährige fährt ins AKH und beendet im alkoholisierten Zustand lebenserhaltende Maßnahmen für den todkranken Partner (70).

10. April

„Jed A.“ tötet seine Mutter Elna B. Er schlägt die Frau im Streit so lange, bis sie tot ist. Auf dem Foto zu dem Fall ist an der Hautfarbe der (vermutlich afrikanische) Migrationshintergrund unschwer zu erkennen.

6. Mai

92-Jähriger erschoss seine Frau und sich selbst. Der Täter heißt „Ernst“, die Frau „Luzia“. Im Abschiedsbrief gibt der Mann an, seine Frau und sich selbst vor weiteren Leiden (Demenz, Schmerzen) befreien zu wollen.

12. Mai

„Robert K.“, vor 14 Jahren aus Tschetschenien „geflohen“, laut Standard „schon längst“ im Besitz der österreichischen Staatsbürgerschaft, würgt und ersticht die siebenjährige „Hadishat“. Er zeigt die Leiche einem Freund, dieser unternimmt keine Bemühungen, die Tat anzuzeigen.

20. Mai

Messerattacke in Wien-Favoriten: Frau erliegt Verletzungen“. „Opfer und der mutmaßliche Täter stammen ursprünglich aus dem Kosovo.“

24. Mai

„Ali R.“ wird erstochen aufgefunden. Da in der Wohnung keine Einbruchsspuren gefunden werden, geht man davon aus, dass der Mörder aus dem engeren Bekanntenkreis kommt. Bislang konnte aber noch kein Tatverdächtiger ermittelt werden.

24. Mai

Eine Frau wird in einer Wohnung in Favoriten mit zahlreichen Stichverletzungen aufgefunden und verstirbt trotz Reanimationsversuchen. Als tatverdächtig wird ein 61-jähriger Serbe festgenommen

29. Mai

Mann erschießt Frau in der Rienößlgasse und danach sich selbst. Beim Täter handelt es sich um einen Serben.

10. August

Ein obdachloser „Einheimischer“ tötet seinen Vater mit einem Messer.

10. September

Der Iraker „Daban K“ tötet seine Verlobte mit zahlreichen Messerstichen.

15. September

Lesben-Mord in einem Hotel in Wien-Favoriten: „ Jenni Z.“ erdrosselt ihre Lebensgefährtin „Sarah H.“ mit dem Gürtel eines Bademantels.

21. September

Mordalarm: Sohn soll Vater erstochen haben. Als tatverdächtig wird der serbischstämmige österreichische Staatsbürger Igor S. angegeben.

21. Dezember

Mafia-Mord in der Wiener Innenstadt: Ein Toter und ein Schwerverletzter sind die Bilanz eines Schussattentats vor einem Innenstadt-Lokal. Die Spuren der Täter führen in die montenegrinische Mafia-Szene. Der Täter ist nach wie vor flüchtig.

26. Dezember

„Roy V. – ein Österreicher mit Malayali-Wurzeln“ ertränkt seine Frau in der Badewanne.

Täterherkunft

Somit haben wir bei 19 Fällen in Wien:

3 (männliche) Täter ohne Migrationshintergrund

3 (weibliche) Täterinnen ohne Migrationshintergrund

12 (männliche) Täter mit Migrationshintergrund und

keine (weibliche) Täterin mit Migrationshintergrund.

Einen Fall ohne Tatverdächtigen.

Weites insgesamt acht Beziehungstaten, die dem Muster innerfamiliärer bzw. sexualisierter Gewalt gegen Frauen entsprechen, von denen eine von einem Täter ohne Migrationshintergrund begangen wurde. Selbst wenn wir den Fall von „Ernst“ hinzunehmen, der eher den Eindruck voreiliger Sterbehilfe erweckt, wären wir bei neun derartiger Beziehungstaten, bei denen zwei Täter ohne Migrationshintergrund ermittelt wurden.

Täter ohne Migrationshintergrund

Beginnen wir bei den Tätern ohne Migrationshintergrund: Frauen waren genauso oft mordend zu Gange wie Männer. Im Fall der Kindstötung geben manche Medien die Charakterisierung der Tat als „Mord aus Liebe“ wieder, ganz so als ob man bemüht wäre, einer Mörderin mehr Verständnis entgegenzubringen als dies andernfalls zu erwarten wäre. Man könnte weiters dieses Zahlenverhältnis so interpretieren, dass das Jahrhundert der Emanzipation es den Frauen ermöglicht hat, die Gleichberechtigung nicht nur in den positiven Aspekten des Zusammenlebens zu erreichen.

Die Gesamtzahl der Fälle von Tätern ohne Migrationshintergrund ist mit 32 Prozent deutlich unter deren Bevölkerungsanteil von 50 Prozent und es sind diese damit circa 40 Prozent unterrepräsentiert.

„Toxizität“ der nicht-migrantischen Männlichkeit

Die „Toxizität“ der nicht-migrantischen Männlichkeit reicht für einen Anteil an 12 bis 22 Prozent (je nach Einordnung des Falles „Ernst“) an den Beziehungstaten, was bei einem Bevölkerungsanteil von 25 Prozent (= die Hälfte der Bevölkerung ohne Migrationshintergrund) dem Erwartungswert bzw. einer zweifachen Unterrepräsentanz entspricht.

25 Prozent für 62 Prozent der Mordfälle verantwortlich

Migranten sind mit ihrem ebenfalls 25-prozentigen Bevölkerungsanteil für 62 Prozent Gesamtzahl der Fälle verantwortlich und damit circa zweieinhalbfach überrepräsentiert. Besonders hervor sticht deren Anteil an den Beziehungstaten, bei denen männliche Migranten mit einem Täteranteil von 77 bis 87 Prozent eine drei- bis dreieinhalbfache Überrepräsentanz zeigen. Migrantische Frauen dagegen scheinen mit ihrem Fehlen in der Gruppe der Täter das Leben anderer in einem Maße zu achten, das über das übliche weit hinausgeht.

Folgen der Einwanderung

Zunächst einmal können die Morde an Frauen die Spitze des Eisberges innerfamiliärer Gewalt betrachtet werden. Unterstellt man weiters, dass das Verhältnis zwischen diesen Spitzen und dem unter der Wasserlinie befindlichen Gemenge an nicht-tödlicher Gewalt über die Bevölkerungsgruppen nicht wesentlich variiert, führt dies zu dem Ergebnis, dass die für die diversen Frauenschutzprogramme nötigen Aufwände zu circa 80 Prozent auf die Masseneinwanderung und die im migrantischen Milieu üblichen Umgangsformen zurückzuführen ist.

Linkes Ausblenden der Wirklichkeit

Bemerkenswert ist es dann, wenn seitens der SPÖ die „Vulnerabilität von Asylantinnen hervorgehoben“ wird, obwohl in den letzten Wochen zwei einheimische Frauen von Asylanten ermordet wurden, weil sie die Beziehung zu ihnen beenden wollten. Trotzdem betont man bei der SPÖ und in den Medien, dass „Eifersucht und Männlichkeitsbilder, die bei allen Männern vorhanden sind, im Regelfall hinter Beziehungsdelikten stehen“.

Konstruierte Regierungsverantwortung

Nicht weniger erstaunlich ist es dann, wenn die Sprecherin des Frauenvolksbegehrens, Maria Stern, einen Zusammenhang zwischen den Frauenmorden und der seit Dezember 2017 im Amt befindlichen rechtskonservativen Regierung sieht, weiters Petra Stuiber im Standard hervorhebt, dass die Wiener Interventionsstelle gegen Gewalt in der Familie „Gewalt als sich durch alle Milieus und soziale Schichten ziehend betrachtet“ und wenn weiters die Edelfeder desselben Blattes, Hans Rauscher, festhält, dass „die Morde die Folge eines gesellschaftlichen Klimas sind“, demzufolge es „urösterreichisch“ wäre, es als „natürliche Ordnung“ zu betrachten, wenn „ein Pascha durchdreht, sobald Frau oder Tochter nicht tue, was dieser wolle“. Was für ein Ausblenden der Wirklichkeit!

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