Machtkampf in Venezuela: Wann läuft die Armee zum neuen Präsidenten über?

Foto: Bild: Ricardo Patino / Wikimedia (CC-BY-SA-2.0)
Venezuela: Militärs wenden sich gegen sozialistischen Staatspräsidenten Maduro

Mit jedem Tag wendet sich das politische Blatt mehr gegen den bisherigen sozialistischen Staatspräsidenten Nicolas Maduro in Venezuela. Mit dem Militäroberst und Sanitätsarzt Ruben Paz Jimenez stellt sich ein weiterer hoher venezulanischer Offizier gegen das Regime in Caracas. Paz Jimenez gab in einem Video am 9. Februar bekannt, dass er ab sofort den neuen Übergangspräsidenten Juan Guaidó unterstütze.

In dem Video äußerte der Offizier, dass nicht weniger als 90 Prozent der Mannschaften und Offiziere innerhalb der venezolanischen Streitkräfte unzufrieden mit dem Regime unter Maduro seien. Sie würden sich durch das Regime benutzt fühlen, um den unbeliebten Staatspräsidenten im Machtkampf zu stützen.

Luftwaffengeneral Francisco Yánez stellte sich gegen Maduro

Den sogenannten „Aufstand der Offiziere“, der sich jetzt Tag für Tag gegen Maduro und seine Regierung in Venezuela formiert, führte mit einer öffentlichen Erklärung Luftwaffengeneral Francisco Yánez Anfang Februar an. Für die weitere Entwicklung im Land wird entscheidend sein, wie lange sich noch die Mehrheit der Streitkräfte, die seit vielen Jahren mit sozialistischen Kadern besetzt wurden, hinter Maduro stellen.

Mit der von Maduro angeordneten Blockade der Hilfslieferungen für die notleidende Bevölkerung könnte der letzte Kredit des Regimes jedenfalls verspielt sein.

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