Pamela Rendi-Wagner findet auch vor den Tiroler SPÖ-Delegierten wieder die falschen Worte: Die innerparteiliche Spaltung ist perfekt.

Bild: SPÖ Presse und Kommunikation / Wikimedia (CC-BY-SA-2.0
Tirol: SPÖ-Landesparteitag wird zum Hochamt der parteiinternen Spaltung

Eigentlich sollte der SPÖ-Parteitag im Bundesland Tirol zu einem Hochamt für den neuen Landesparteiobmann Georg Dornauer werden. Geworden ist er jedoch zu einem Hochamt der inneren Spaltung in der Partei. Bundesvorsitzende Pamela Rendi-Wagner rügte in einem oberlehrerhaften Ton sowohl den Neo-Parteiobmann in Tirol als auch den Burgenländischen SPÖ-Landeshauptmann Hans-Peter Doskozil in ihrer Rede vor den Delegierten.

Abrechnung mit Realo-Flügel

Die nach einem wochenlangen Hin und Her nun doch ins Heilige Land angereiste Rendi-Wagner nutzte ihren Auftritt beim Landesparteitag nicht dazu, zu einen und zu versöhnen, sondern er wurde zu einer Abrechnung mit dem sogenannten „rechten Realo-Flügel“, zu dem sich sowohl Doskozil als auch Dornauer zählen.  

Proteste gegen Doskozil durch SPÖ-Delegierte

Eine besonders bitter Note erhielt der laufende Parteitag, als sich Hans-Peter Doskozil Protesten von SPÖ-Delegierten gegenüber sah, die ihm Transparente mit den Sprüchen „Grundsätze und Haltung statt Hetze und Spaltung“ oder „Doskozil setzt unsere Freiheit auf`s Spiel“ vor seiner Rede entgegen hielten. Einmal mehr sahen sich viele Tiroler Delegierte, die nicht zur linken Radikal-Minderheit der Protestierer gehören, an Doskozils Appell erinnert, dass die SPÖ ihre Politik endlich mit Inhalten erfüllen sollte.

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