Die Arbeiterkammer glaubt, mit dem Karfreitag punkten zu können. Die Arbeitnehmer sehen das aber nicht so.

Bild: screenshots Facebook AK Wien
Karfreitag: „Shitstorm“ gegen rote Arbeiterkammer

Die mittlerweile als „rote Renate“ bekannte Präsidentin der Arbeiterkammer, Renate Anderl, brüstet sich aktuell mit ihrem „Erfolg“ in Sachen Karfreitags-Klage, die dazu führte, dass der Europäische Gerichtshof (EuGH) urteilte, dass die bisherige österreichische Regelung „diskriminierend“ ist. Die Bundesregierung hat nun in diversen Gesetzestexten wie etwa dem Arbeitsruhegesetz und dem Freizeitruhegesetz eine Änderung vorgenommen. In den Generalkollektivverträgen, die vom Österreichischen Gewerkschaftsbund mit der Wirtschaftskammer ausverhandelt wurde, besteht die Diskriminierung weiterhin. Und nicht nur das, auch der jüdische Versöhnungsfeiertag ist in seiner jetzigen Form diskriminierend, weil eben dieser Tag nicht für Angehörige aller Religionsgruppen gilt. ÖGB und WKÖ schweigen.

Auf der Facebook-Seite der Arbeiterkammer hält sich die Begeisterung über den Erfolg der roten Renate in Grenzen. Ein Blick auf einen Eintrag vom 26. Februar dieses Jahres offenbart geradezu, wie die Arbeiterkammer in Erklärungsnotstand kommt.

„Der EuGH gibt uns einen Feiertag, die Regierung nimmt ihn uns“, heißt es auf einem Sujet, das die rote Renate stolzierend mit verschränkten Armen zeigt. Doch leider sind die Kommentare alles andere als positiv. So heißt es (inklusive Rechtschreibfehler):

Der EuGH hat niemanden einen Feiertag gegeben. Durch die sinnlose Klage der AK wurde eine gelebt gute Lösung zunichte gemacht. Das dadurch kein Feiertag für alle wird, war von vornherein klar.

Arbeiterkammer danke danke hab s ja suuuuuper hinbekommen !!!!!!!

Der EUGH gab niemandem, der EuGH nahm uns Evangelischen wollte auf biegen und brechen allen was schenken und schlussendlich nahm man den Evangelischen ihren höchsten Feiertag!
Glaube nicht, dass die AK damit Werbung machen sollte.

Nein liebe AK – die Evangelischen und Altkatholiken hatten einen Feiertag – das änders sich nicht – Der Karfreitag wird auch der Feiertag bleiben (ist der höchste im Kirchenjahr) … dieser Tag wird von sehr vielen zum Kirchgang genutzt und eben Familie … der Unterschied jetzt mit neuer Regelung – wir haben nicht mehr frei, sondern müssen halt einen Urlaubstag nehmen (ich werde es überleben), der Karfreitag bleibt trotzdem unser höchster Feiertag …. alle anderen Österreicher hatte noch nie einen Feiertag am Karfreitag … Ein Atheist klagt und wird von AK unterstützt (dafür danke) …. somit wird man sich halt als Evangelischer jetzt einen Urlaubstag nehmen, wenn man diesen Tag weiterhin so gestalten will …. alle anderen werden sich an dem Tag wenn sie ein langes WOE haben wollen einen Urlaubstag nehmen – so wie die Jahre vorher ….

Habt ihr ja toll hinbekommen liebe AK danke für nichts….

Und eine Frage noch, Jom Kippur, klagt da die AK? Dieser Feiertag soll bestehen bleiben; spricht dann ja auch gegen die Gleichbehandlung

Der Arbeiterkammer haben wir die verworrene Situation zu verdanken. Immerhin hat sie die Klage eines beleidigten Arbeitnehmers unterstützt. D.h. egal was dabei rauskommt, die AK hat die Position der Arbeitnehmer wieder geschwächt.

Die Arbeiterkammer versucht nun, als Reaktion mit Foreneinträgen zu relativieren, überzeugt dabei aber nicht.

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