Bundesgeschäftsführer Thomas Drozda kommt bei den Basis-Genossen in der SPÖ einfach nicht an.

Bild: SPÖ Presse und Kommunikation / Wikimedia (CC-BY-SA-2.0)
SPÖ-Bundesgeschäftsführer Thomas Drozda im Visier der Parteibasis

Es kriselt massiv an der Basis der ehemaligen Regierungspartei SPÖ. Neben der glücklos agierenden Bundesparteivorsitzenden Pamela Rendi-Wagner steht vor allem ihr SPÖ-Bundesgeschäftsführer Thomas Drozda im Visier der Parteibasis. Die Basisgenossen in der österreichischen Sozialdemokratie können sich mit ihrem Parteimanager nicht anfreunden: zu wenig Basisnähe, zu wenig Themenmanagement, zu wenig Reaktionsschnelligkeit gegenüber der türkis-blauen Bundesregierung in der Tagespolitik.

Nicht wenige trauern sogar dem Kurzzeit-Bundesgeschäftsführer Max Lercher nach, der nach verlorener Nationalratswahl vom Dezember 2017 bis Dezember 2018 die SPÖ auf Bundesebene managen musste.

Drozda: Kern-Erfindung und Erbe für Rendi-Wagner

Drozda ist schon allein deshalb nicht in der Lage innerhalb der SPÖ eine Eigenmarke zu entwickeln, da er massive Altlasten mitschleppt. So ist er eine Erfindung von Ex-Parteiobmann Christian Kern, dem viele noch zürnen. Darüber hinaus zählt er zum Bobo-Flügel der SPÖ rund um Pamela Rendi-Wagner, deren Mann früher sein Kabinettschef gewesen ist.

Und schlussendlich trägt er aus seiner Zeit als Kulturminister bzw. Kulturmanager bei den österreichischen Bundestheatern weiter Hypotheken mit sich herum. Jetzt beschäftigt sogar der Rechnungshof in einer Sonderprüfung mit Drozda. Eine Ablöse nach den erwartbar bescheiden ausfallenden EU-Wahlen scheint im Raum zu stehen.

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