Bei „Roten Nasen“ lehnt man Spenden ab, wenn sie von der „falschen“ Seite kommen.

Foto: Bild: Elenamuliarova / Wikimedia (CC BY-SA 4.0)
„Politisch korrekte“ Clowndoctors wollen keine Spenden von Freiheitlichen

„Rote Nasen Clowndoctors“ ist ein österreichischer Partnerverein der internationalen  Red Noses Clowndoctors. Sie haben es sich zur Aufgabe gemacht, in Krankenhäusern und Pflegeinstitutionen kranken Menschen mittels speziell ausgebildeter Clowns wieder Hoffnung und Lebensmut zu schenken. Finanziert wird der Verein durch Spenden. So sollte man meinen, dass man dort jeden Spendenbetrag gut gebrauchen kann. Wenn das Geld von der ideologisch „falschen“ Seite kommt, lehnt man dort jede finanzielle Unterstützung jedoch dankend ab.

Kranken ein Lachen schenken

2.065,10 Euro hatten die Innsbrucker Freiheitlichen anlässlich des Faschingstreibens in der Stadt gesammelt. Zugute kommen sollte das Geld den „Roten Nasen“, um gemäß deren Motto, Kranken ein Lachen zu schenken, ihre Tätigkeit zu unterstützen.

„Von ganzem Herzen“ bedankte man sich dort zunächst per E-Mail für die Unterstützung, Man freue sich, durch Spenden aufmunternde Besuche voller Lachen und Fröhlichkeit in die Spitäler zaubern zu können.

„Ethikkodex“ gilt nur für FPÖ

In der Folge war für den 12. März im Innsbrucker Landeskrankenhaus bereits eine Scheckübergabe vereinbart gewesen, berichtet die Tiroler Krone. Und unter dem Kennwort „Spendenaktion FPÖ Innsbruck“ sollten die gesammelten 2.065,10 Euro überwiesen werden. Doch plötzlich erfolgte vom Verein die Absage. Mittels weiterer E-Mail wies man die Freiheitlichen auf einen „Ethikkodex“ der „Roten Nasen“ hin, laut diesem man keine Spenden von politischen Parteien annehmen dürfe. Dies scheint jedoch nur für die FPÖ zu gelten, denn 1.000 Euro der SPÖ-Gerasdorf hatte der Verein dankend entgegengenommen.

Spende von SPÖ „hui“, von FPÖ „pfui“

Fassungslos zeigte sich ob der offensichtlichen Brüskierung der Tiroler FPÖ-Chef Markus Abwerzger und schrieb auf Facebook:

Ich bin jetzt wirklich schon einige Zeit in der Politik. Mit sehr viel Höhen und wenigen Tiefpunkten. Diese Sache jedoch berührt mich sehr und macht mich wirklich traurig. Ich habe schon sehr oft den „Roten Nasen“ etwas gespendet. Das werde ich jetzt nicht mehr tun.
Zuerst waren sie voller Freude, und eine Übergabe wurde sogar schon fixiert, dann kam die „politische“ Intervention. Von der SPÖ sind offenbar Spenden willkommen, von der FPÖ nicht. Nehmen wir so zur Kenntnis. Leid tut es mir um die Kinder und die vielen Ehrenamtlichen!

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