Ohne Hilfe der AfD und Russlands würde Billy Six auch noch heute in venezolanischer Kerkerhaft sitzen.

Bild: Mariab35 / Wikimedia (CC BY-SA 4.0)
Freigelassener Reporter Billy Six: „Bundesregierung und Botschaft haben mir nicht geholfen“

Rund vier Monate war der Journalist Billy Six  in einem venezolanischen Geheimdienstgefängnis inhaftiert gewesen. (Unzensuriert hat berichtet) Man hatte ihm Spionage, Rebellion und das Verletzen von Sicherheitszonen zur Last gelegt. Überraschend war er nun am 15. März freigelassen worden und konnte das Land verlassen. In einem ersten Interview nach seiner Ankunft in Deutschland rechnete er mit der deutschen Bundesregierung ab. Denn der Merkel-Staat hatte kein Interesse, den Reporter zurückzuholen.

Zurück in der Heimat

Müde, aber erleichtert kam der Journalist an Bord eines Flugzeugs aus der venezolanischen Hauptstadt Caracas am Flughafen Berlin-Tegel an. Empfangen wurde er neben seiner Familie von zahlreichen Unterstützern und der Jungen Freiheit, der er ein erstes Interview nach seiner Freilassung gab.

Geglückte Ausreise

Bis zuletzt war Six nicht sicher, ob es ihm gelingen würde, tatsächlich aus dem Krisenstaat ausreisen zu können. Zu verworren sind die politischen Verhältnisse. Die Justizbehörden waren gegen seine Ausreise,  die Staatsführung wollte ihn jedoch los werden. Bis zuletzt war die deutsche Vertretung in Caracas nur widerwillig und in sehr geringem Ausmaß hilfreich.

Merkel-Regime an Freilassung nicht interessiert

„Die Bundesregierung und die deutsche Botschaft wollten mich dort lebendig begraben und verrecken sehen“. „Sie haben  überhaupt nicht geholfen“, antwortete der Journalist auf die Frage, wie er die Unterstützung durch die deutschen Behörden empfunden habe. Es sei mehr und mehr eine politische Frage, ob die Behörden gewillt seien für deutsche Staatsbürger etwas zu tun oder auch nicht.

Russischer Außenminister intervenierte

Darauf angesprochen, wem er seine Freilassung verdanke, sei er vorerst auf Vermutungen angewiesen. Ihm wurde berichtet, dass die Menschenrechtskommissarin der Vereinten Nationen seine Freilassung gefordert und eine Delegation nach Caracas entsandt habe. Ein Treffen mit den UN-Mitarbeitern sei aber von den Behörden verhindert worden. Etwaige Hilfe anderer Unterstützer müsse er erst verifizieren.

Tatsächlich hat Six letztlich seine Freilassung dem Engagement der AfD und damit verbunden der Intervention des russischen Außenministers Sergei Lawrow bei seinem venezolanische Amtskollegen Jorge Arreaza zu verdanken.

Fake News in „Qualitätszeitung“

Empört reagierte Six auf einen Artikel in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Dort musste er lesen, dass ihn die Deutsche Botschaft in Caracas vom Bekanntwerden des Haftfalls bis zum Zeitpunkt seiner Ausreise vom Flughafen eng konsularisch betreut habe. „Stimmt nicht, ist eine Lüge“, empört er sich daraufhin. Und die Journalisten wüssten, dass sie eine Lüge verbreiten würden.
 

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