Ob „Falter“-Chefredakteur Florian Klenk auch darüber lachen kann? Mehr als 500.000 Euro weniger an Inseratengeldern für sein Blatt…

Bild: Manfred Werner (Tsui) Wikimedia CC BY-SA 4.0
„Falter“ kassierte 2018 dank neuer Regierung um halbe Million Euro weniger an Inseratengeldern

Für schallendes Gelächter sorgte ein Artikel von unzensuriert.at im August 2018 darüber, warum Florian Klenk, Mitarbeiter eines auflagenschwachen, linken Mediums namens Falter, gegen die FPÖ immer so auszuckt. Dies war damals offensichtlich damit zu erklären, dass diverse Regierungsinserate, die einst unter Rot-Schwarz an den Falter geflossen sind, seit 2018 nicht mehr den Weg in dieses Medium finden.

Rot-schwarzes Füllhorn ist versiegt

Unzensuriert.at hat anlassbezogen einen Blick in die Medientransparenzdatenbank geworfen. Und siehe da, der Falter hat im Jahr 2018 um eine halbe Million Euro weniger Inseratengelder von Rechtsträger, die der Kontrolle des Rechnungshofes des Bundes unterliegen, erhalten als noch im Jahr 2017. 1.331.532,30 Euro durften es 2017 sein. 2018 reduzierte sich die Summe auf immerhin noch stattliche 841.485,86 Euro. Was die Bundesministerien betrifft, so gab es 2018 Einschaltungen in der Höhe von 69.040 Euro, die das Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung beisteuerte. Dies erklärt wohl auch, warum es an ÖVP-Bildungsminister Heinz Faßmann seitens des Falter kaum Kritik gab. Ansonsten gab es vom Bundesministerium für Finanzen gerade einmal 5.928,75 Euro.

Arbeiterkammer und Stadt Wien besonders großzügig

Die nach wie vor großzügigsten Geldgeber hat der Falter in der Arbeiterkammer für Wien wie auch der Stadt Wien. Ganz zufällig haben in beiden Spendern die Roten das Sagen. 127.177,04 Euro zahlte die Arbeiterkammer letztes Jahr.  209.974,10 Euro kamen von der Stadt Wien. Aber auch hier gilt, dass 2017 die Summen üppiger ausfielen. 194.670,32 Euro waren es von der AK, 259.110,80 Euro zahlte die Stadt. Vielleicht dürften auch die Roten erkannt haben, dass es sich nicht lohnt, in dieser Postille zu werben. Obwohl der Falter laut offiziellen Zahlen gerade einmal 41.000 Stück Auflage hat, erhält er von der Arbeiterkammer verhältnismäßig viel Geld, teilweise sogar mehr als die Kronen Zeitung oder Heute.

Die böse Bundesregierung

Gesamt gesehen ändert es nichts daran, dass die goldenen Zeiten für den Falter vorbei sind. Wenig verwunderlich, dass der Falter einen Schuldigen braucht, gegen den er losziehen kann. Der Sündenbock ist die Bundesregierung. Wir blicken schon gespannt auf die Quartalszahlen von 2019.

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