#Einzelfall: Schuldsprüche für Schubhäftlinge, die ihre Zelle anzündeten und fast erstickten | Unzensuriert.at

#Einzelfall: Schuldsprüche für Schubhäftlinge, die ihre Zelle anzündeten und fast erstickten

Die Schubhäftlinge gefährdeten sich durch die Brandstiftung nicht nur selbst, sondern auch jene Justizwachebeamte, die bei ihrer Rettung Rauchgasvergiftungen erlitten. Foto: unzensuriert.at
Die Schubhäftlinge gefährdeten sich durch die Brandstiftung nicht nur selbst, sondern auch jene Justizwachebeamte, die bei ihrer Rettung Rauchgasvergiftungen erlitten.
Foto: unzensuriert.at
22. März 2019 - 23:07

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Jene sechs Schubhäftlinge, die am 14. September 2018 ihre Zelle im Wiener Polizeianhaltezentrum (PAZ) Hernals angezündet hatten, sind am Freitag Abend am Landesgericht für Strafsachen schuldig erkannt worden. Sie wurden aber nicht - wie angeklagt - wegen versuchter Brandstiftung, sondern wegen schwerer Sachbeschädigung, fahrlässiger Gemeingefährdung und fahrlässiger Körperverletzung verurteilt. Die Angeklagten erhielten bei einem Strafrahmen von bis zu zwei Jahren Freiheitsstrafen zwischen sechs und zwölf Monaten. In zwei Fällen wurden die Strafen zur Gänze auf Bewährung ausgesprochen, ein Angeklagter bekam von seinen neun Monaten drei bedingt nachgesehen. Jene drei Angeklagte, deren Strafen zur Gänze bedingt nachgesehen wurden bzw. deren unbedingter Strafteil unter Anrechnung der U-Haft als abgesessen gilt, wurden nach der Urteilsverkündung formal enthaftet. Allerdings dürften sie nicht auf freien Fuß gelangen. Die Anwälte gingen davon aus, dass die Betroffenen - zwei Afghanen und ein Iraner - von der U-Haft umgehend zurück in Schubhaft genommen werden. „Ihre Abschiebebescheide sind ja weiter aufrecht“, hieß es... mehr

Hier alle Einzelfälle vom März 2019.

Weitere Einzelfälle vom 22. März:

Wien: Unbekannter überfiel 17-Jährigen von hinten und stach ihm in den Arm
Zum Angriff sei es laut Angaben des 17-Jährigen Donnerstag um 7.15 Uhr in der Morsegasse in Wien-Floridsdorf gekommen. Der Bursche war gerade auf dem Weg zur Arbeit, als er von dem Unbekannten - anscheinend grundlos - angegriffen wurde. Von hinten habe sich der Täter genähert und dem Opfer „mit einem Messer in den rechten Oberarm gestochen“, hieß es seitens der Wiener Polizei heute, Freitag. Ohne auch nur ein Wort zu sagen, ergriff der Unbekannte danach die Flucht und lief in Richtung Prager Straße davon. Die Polizei ermittelt. Quelle: krone.at

Wien: Beim Stehlen erwischte Serbinnen wurden gleich rabiat und schlugen Verkäufer
Ein weibliches Trio flog in einem Geschäft beim Stehlen auf. Als sie von Mitarbeitern gestellt wurden, flogen die Fäuste. Donnerstag zu Mittag betrat die serbische Staatsangehörige (43) in Begleitung von zwei Mittäterinnen ein Geschäft in der Favoritenstraße. Zunächst fielen sie nicht auf, steckten das Diebesgut ein und machten sich auf den Weg, das Geschäft zu verlassen. Am Eingang schrillte der Alarm. Nachdem der Diebstahlsalarm ausgelöst wurde, waren die Angestellten schnell zur Stelle. Das Trio fackelte aber nicht lange und ließ die Fäuste sprechen. Im Tumult ergriffen die zwei Mittäterinnen die Flucht, die 43-Jährige konnte aber bis zum Eintreffen der Polizei festgehalten werden. Eine erste Fahndung nach den beiden geflüchteten Täterinnen verlief negativ. Es gab keine Verletzten. Quelle: heute.at

Oberösterreich: Enorme Anstiege bei Sexual- und Raub-Delikten durch Afghanen
Um 43 Prozent ist die Zahl der Sexualdelikte angestiegen, die im Vorjahr von afghanischen Tatverdächtigen in Oberösterreich verübt wurden. Das ergibt eine Analyse der Kriminalstatistik 2018 des Innenministeriums. Bei Raubüberfällen habe sich die Zahl der afghanischen Tatverdächtigen vervielfacht. Rückgänge wurden dagegen bei Einbrüchen und Körperverletzungen verzeichnet. Die steigenden Zahlen bei vielen Delikten sind für Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP) eine Bestätigung des Beschlusses im Landessicherheitsrat, sich einer gewissen Gruppe afghanischer Asylwerber stärker anzunehmen. Vor allem, diesen Asylwerber deutlich zu machen, dass Rechtsverstöße in Oberösterreich auch geahndet werden, so Stelzer. Quelle: orf.at

Salzburg: Sechs Urteile im Drogenprozess - Türke dealte mit späterem Mordopfer
Im Salzburger Prozess gegen neun Angeklagte - wegen Drogenhandels im Raum Zell am See (Pinzgau) - sind Donnerstag sechs verurteilt worden. Der 21-jährige Hauptbeschuldigte erhielt drei Jahre teilbedingte Haft, davon eines unbedingt. Einer der Beschuldigten, ein 21-jähriger Türke, war laut Anklage der Ex-Freund jener 20-jährigen Verkäuferin, die am 22. Oktober 2018 in Zell am See erschossen wurde. Er soll die Frau bei „ihrem schwunghaften Suchtgifthandel“ unterstützt haben... mehr

Bad Hofgastein (Salzburg): Bock als Gärtner - syrischer Hotelrezeptionist bestahl Gäste mit Generalschlüssel
Aufgeklärt werden konnten jetzt mehrere Diebstähle aus einem Hotel in Bad Hofgastein. Ein 21-jähriger Rezeptionist aus Syrien - er ist asylberechtigt - gab zu, im Zeitraum vom 1. Februar bis zum 19. März aus verschiedenen Zimmern des Hotels in Bad Hofgastein mehrmals Bargeldbeträge in der Höhe von 20 bis 200 Euro gestohlen zu haben. Wie die Ermittlungen ergaben, verschaffte sich der Mann in Abwesenheit der Gäste mit seiner Zugangskarte des elektronischen Schließsystems Zutritt zu den Zimmern. Insgesamt dürfte er an die 1.000 Euro erbeutet haben. Als Motiv gab der Syrer an, Geld zu benötigen, um seine derzeit in der Türkei aufhältige Freundin ebenfalls nach Österreich bringen zu können. Er wurde angezeigt. Quelle: krone.at

Klagenfurt: Schwarzafrikanische Asylwerber handelten mit Heroin, Kokain und Cannabis
Nach mehrmonatigen Ermittlungen ist ein 27-jähriger Asylwerber aus dem Niger ausgeforscht worden. Er soll Heroin, Kokain und Cannabiskraut im Wert von 53.000 Euro verkauft haben. Wenig später wurde eine weitere nigerianische Tätergruppe von sechs Asylwerbern im Alter von 18 bis 24 Jahren ausgeforscht und festgenommen. Sie alle stehen im Verdacht, im Stadtgebiet von Klagenfurt über mehrere Monate organisierten Handel mit Heroin und Kokain durchgeführt zu haben... mehr

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