In der Anarchisten-Hochburg Exarchia sammeln sich die extremistischen Linken gegen den Staat und werfen Brandbomben.

Bild: Mendhak/ Wikimedia (CC-BY-SA-2.0)
Athener Anarchistenviertel: Linksextremisten schleudern Brandbomben

Athen wird zunehmend zum Schlachtfeld zwischen Linken und der Polizei. Extremistische Gruppen vom linken Rand des Spektrums haben sich im Athener Stadtviertel Exarchia angesiedelt. Dort kam es jüngst wieder zu Zusammenstößen mit den Sicherheitsbehörden, wobei es von Seiten der Linken auch zum Einsatz von Brandbomben und Feuerwerkskörpern gekommen ist. Anwohner und Passanten waren in Panik aus dem Stadtteil Exarchia geflohen, um nicht Opfer der militanten Gewalttäter zu werden.

Exarchia gilt seit den 1970er Jahren als Hochburg militanter autonomer Gruppen, die sich grundsätzlich gegen den Staat und seine Ordnungsmacht stellen und von einem linken Gesellschaftsmodell jenseits der Gesetze träumen.

Alexis Tsipras und seine Syrzia als Feindbild

Viele der Anarchisten sind auch mit der derzeitigen Regierungspolitik unter ihrem linken Genossen Alexis Tsipras nicht einverstanden. Obwohl der linke Ministerpräsident in den letzten Monaten die ökonomischen Fesseln wieder gelockert und wesentliche Sparpakete zurückgefahren hat, zürnen ihm die Genossen aus Exarchia, da sie sich als Wähler der Syrzia eine gesellschaftspolitische Revolution erwartet haben. Tsipras und seine Regierungsmannschaft leben aber aktuell eher sozialdemokratischen Pragmatismus und haben andere Ziele einmal begraben.

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