Vorsorgepolitik: Der Goldankauf stieg im Wirtschaftsjahr 2018 weltweit stark an.

Bild: Umicore AG & Co. KG / Wikimedia (CC-BY-SA-4.0)
„World Gold Council“ 2018: Zentralbanken kauften um 74 Prozent mehr Gold

Das Edelmetall Gold steht auch bei den internationalen Zentralbanken wieder ganz hoch im Kurs. Wie der „World Gold Council“ (WGC) veröffentlichte, stieg die Nachfrage der Zentral- und Nationalbanken im Wirtschaftsjahr 2018 weltweit um nicht weniger als 74 Prozent. Das ist laut Board des WGC die höchste Marktnachfrage seit 1971, dem Jahr als die US-Regierung unter Präsident Richard Nixon die Bindung des US-Dollars an den Goldstandard abschaffte.

Einer der wesentlichen Goldkäufer ist Russland. Geschäftspolitik der russischen Zentralbank ist es, die verfügbaren Währungsreserven weitgehend frei von US-Dollarbeständen zu machen. Deshalb füllt man die Tresore mit Goldbarren, die auf den Edelmetall-Märkten angekauft werden.

Russische Zentralbank kaufte 274 Tonnen heimisches Gold an

Die Russische Zentralbank hat im Jahr 2018 nicht weniger als 274 Tonnen an heimischem Gold diverser russischer Produzenten angekauft. Im Vergleich dazu lagen die Ankäufe 2014 bei lediglich 74 Tonnen Gold. Mit Stichtag 31. Dezember 2018 wurden Russlands Goldvorräte auf insgesamt 2.113 Tonnen geschätzt. Das entspricht nicht weniger als 18 Prozent der gesamten Währungsreserven der russischen Zentralbank.

Die Wirtschafts- und Währungspolitik unter Staatspräsident Wladimir Pution ist insgesamt auf eine weitestgehende Autonomie von den USA und dem US-Dollar ausgerichtet. Deshalb sind starke Gold- und Edelmetallreserven für ihn so wichtig.

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