Darstellungen unterschiedlich aussehender Menschen bereiteten die letzten 3000 Jahre keine Probleme, bis Linke plötzlich die Darstellung von Schwarzen als unangemessen hielten. (Kopfgefäß der Epilykos-Klasse, um 520/10 v. Chr.)

Bild: Jastrow / wikipedia commons
„Antirassisten“ drehen völlig durch: An Pariser Sorbonne wurde griechische Tragödie abgesagt

Aischýlos war vor Sophokles und Euripides der älteste der drei großen Dichter der griechischen Tragödie. Sieben erhaltene Stücke von ihm werden heute weltweit nach wie vor gespielt. Noch, muss man dazusagen, denn der linke Tugendterror will auch das unterbinden. Pippi Langstrumpf dem Zeitgeist anzupassen, ist mittlerweile zu wenig, „Fortschrittliche“ nehmen sich als Zensoren jetzt auch antike Tragödien vor. 

Theaterstück wegen „Blackfacing“ abgesagt

Die Inszenierung des Stückes „Die Schutzflehenden“ , für 25. März an der Sorbonne-Universität in Paris geplant, wurde abgesagt, nachdem eine Gruppe von Studenten protestiert hatte, die in der Arbeit des antiken Tragödienschreibers „Rassismus“ erblickten. Die absurde Begründung: Einige Charaktere trugen weiße Masken andere schwarze. Und so etwas ist heute verpönt: „Blackfacing“ bezeichnet die umstrittene Praxis, wenn Weiße sich als Schwarze schminken oder maskieren.

Die Universität betonte zwar, dass man nichts anderes mache, als das, was die griechische Theatertradition als etablierte Praxis bei der Inszenierung dieses Werks gebietet. Aufgrund der wirren Proteste der anwesenden Studenten diverser „antirassistischer“ Vereinigungen verließen die Schauspieler die Bühne, weil die Aufführung so nicht stattfinden konnte.

Auch Schwarze mit weißen Masken pfui, da „Kolonialpropaganda“

Das Stück, ein fester Bestandteil des Theaterfestivals The Dionysies, das jedes Jahr stattfindet, wurde letztes Jahr von Schauspielern gespielt, die alle eigentlich schwarz waren. Trotzdem gab es „einige negative Kommentare“, so die Universität. Denn auch diese Lösung konnte die Kritiker nicht überzeugen. Der Protest war genauso vehement, der repräsentative Rat der schwarzen Verbände in Frankreich („Cran“) sprach gar von  „Kolonialpropaganda“, so Ghyslain Vedeux, der Präsident von „Cran“ wörtlich:

Die große Mehrheit der Studenten des Establishments lehnt es ab, mit dieser afrophobischen, kolonialistischen und rassistischen Propaganda in Verbindung gebracht zu werden. Blackface ist eine Praxis aus der kolonialen Sklaverei, ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit, das aus einer weißen Person besteht, die sich schwarz macht.

„Ein Zeichen völligen Unverständnisses“

Das alles sei ein Zeichen völligen Unverständnisses, heißt es noch in der Mitteilung der Sorbonne. Wie Theaterinszenierungen beschaffen sein müssen, um dem linken Anforderungsprofil, was unter „Kultur“ zu verstehen sei, zu entsprechen, ist ohnehin bekannt: Auf Bühnen muss weitgehend herumgebrüllt werden, Grausliches ist gefragt.  

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