Gescheiterte Parteiengründer können auch mit dem lieben Geld ihre liebe Not haben.

Foto: Bild: Avij / commons wikimedia
Peinliche Finanzprobleme gescheiterter Parteigründer

Man kennt es schon aus Zeiten alter griechischer Stadtstaaten wie aus der antiken Römischen Republik: Umtriebige Personen mit mehr oder minder ernsten finanziellen Problemen strebten in die Politik, um sich auf diesem Wege der finanziellen Probleme oder eines drohenden skandalösen zu entledigen.

Befreiungsschlag kann misslingen

Schon in früheren Zeiten scheiterte bei so manchem in die Politik gegangenen Akteur der betreffende versuchte finanzielle Befreiungsschlag. Vergleichbares lässt sich auch für unsere modernen Zeiten festestellen.

Gescheiterte Parteiengründer Petry und Poggenburg

Ein aktuelles Beispiel bietet da wohl die zeitweilige AfD-Politikerin und geschiedene Ehefrau eines protestantischen Geistlichen Frauke Petry. Ihr kurzzeitiger Höhenflug unter der Ausnutzung des Sprungbrettes AfD konnte ihre finanzielle Schieflage auf Dauer nicht überdecken. Längst ist klar, dass es bei ihr als selbständiger Unternehmerin nicht annähernd so rund lief, wie sie wohl gerne den Eindruck vermittelt hätte. Nicht nur, dass ihre Firma PURinvent GmbH Insolvenz anmelden musste, Petry selbst musste in Privatinsolvenz gehen.

Mit finanziellen Problemen nicht zu Rande zu kommen scheint auch ihr einstiger Parteifreund André Poggenburg. Schon 2016 berichtete die Frankfurter Allgemeine über den nunmehrigen Gründer eines sogenannten „Aufbruchs deutscher Patrioten“, einer Abspaltung der AfD:

Gegen Poggenburg sind in den vergangenen Jahren mehrere Haftbefehle erlassen worden, nachdem er ausstehende Schulden nicht beglichen hatte und mehrfach eine Vermögensauskunft verweigerte, die im Volksmund als Offenbarungseid bekannt ist. Die Wirtschaftsauskunft Creidtreform listet allein im vergangenen Herbst vier Fälle auf, in denen Poggenburg den Offenbarungseid nicht abgab.

Dass die nunmehrigen Parteien von Petry und Poggenburg sich nicht einmal an den anstehenden Europawahlen beteiligen, rundet das abschreckende Bild ab. Schnell einmal eine eigene Partei gründen, wenn es sonst nicht so läuft, kann wohl ziemlich daneben gehen.

Ein Herr Stadler in Europa

Bekanntlich scheiterte eigens der Versuch des österreichischen Wanderers durch verschiedene Parteien, Ewald Stadler, mit Hilfe der flugs von ihm gegründeten Partei die „Reformkonservativen“, kurz Rekos, sich 2014 einen lukrativen Sitz im Europaparlament zu sichern.

Weniger bekannt ist die Mitwirkung Stadlers bei der Europapartei „Bewegung für ein Europa der Freiheit und der Demokratie“. Selbige Europapartei löste sich nach dem Bekanntwerden finanzieller Unregelmäßigkeiten auf – ein wirklich äußerst bemerkenswerter Vorgang in der Geschichte der Europäischen Union!

Übrigens hat sich der selbsternannte Verteidiger des christlichen Abendlandes Stadler schon vor Jahren auch mit der bei konservativen Kritikern linker Tendenzen in der Amtskirche hochangesehenen Priesterbruderschaft St. Pius X. überworfen. Eine erhebliche Rolle dabei spielten wohl nicht ganz zufällig finanzielle Meinungsverschiedenheiten.

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