Ein Busfahrer soll einen Schwarzen nicht mitgenommen haben. Allerdings soll dieser samt seinem Bruder negativ aufgefallen sein, wie die Polizei mitteilt. Soviel zum Rassismus!

Foto: Bild: Screenshots LPD OÖ
Rasssismus-Eklat in Wels entpuppt sich als Ente – Busfahrer an Weiterfahrt gehindert

Medien witterten aufgrund eines Vorfalls in Wels den nächsten Rassismus-Eklat. Ein 14-jähriger schwarzer Schüler soll von einem Busfahrer die Mitfahrt untersagt worden sein. Mittels Videos werden die Aufnahmen festgehalten. Auf Facebook schreibt die Mutter:

“ANDERS SEIN IST NORMAL”. Gleichberechtigung egal welche Hautfarbe sollte doch ihre volle Bedeutung haben.
IRGENDWANN REICHT ES. Mein Sohn hat es nicht verdient so behandelt zu werden.

29.03.19 dürfte mein Sohn zum XMal in Bus von Sabtour Wels ohne Gründe nicht einsteigen. Sobald Der Busfahrer meinen Sohn sah, steigte er sofort aus um ihn daran zu hindern, sagte vor allen Mitschülern dass er nicht mitfahren darf. Größer Bruder war dabei, die Situation eskalierte bis die Polizei involviert wurde. Sieht ihr selber an was dann passierte.
RASSISMUS HERRSCHT NOCH STARK UND DARF ABER NICHT SEIN.
PS: Mein Wunsch: bitte meinen Post nur mit diesen Videos teilen und mich verlinken. Ich bitte um Respekt dieses Wunsches.
Danke.

Wie nun von der Polizei bekannt gegeben wurde, stellte sich die Situation ganz anders dar. Der schwarze Jugendliche soll mehrmals unangenehm aufgefallen sein und auch seinen Fahrausweis nicht vorgezeigt haben.

Daher habe ihm der Buslenker an diesem Tag die Mitfahrt verweigert. Diesen Sachverhalt habe der Lenker auch dem 22-jährigen Bruder des 14-Jährigen, der in den Bus eingestiegen war, mitgeteilt. Doch damit war es nicht getan. Der ältere Schwarze wurde offenbar rabiat, wie der Presseaussendung zu entnehmen ist.

Als der Buslenker aus der Haltestelle ausfuhr, griff ihm plötzlich der 22-Jährige in das Lenkrad, zog den Fahrzeugschlüssel aus dem Zündschloss und warf diesen Richtung vorderer Einstiegstür. Anschließend blieb der 22-Jährige zwischen Lenker und Tür stehen, sodass der Chauffeur nicht zum Schlüssel gelangen konnte. Dieser verständigte daraufhin die Polizei. Da sich die Türen nur bei eingeschalteter Zündung öffnen lassen, mussten die etwa 70 Schulkinder bis zum Eintreffen der Polizei im Bus warten. Erst als der 22-Jährige die Polizisten bemerkte, hob er den Schlüssel auf und übergab diesen dem Buslenker. Gegen 7:45 Uhr konnten die Schulkinder den Bus verlassen.

Die Staatsanwaltschaft Wels ermittelt nun. Nachdem mehrere Zeugen den Vorfall erlebt haben dürften, dürfte zumindest einem der Schwarzen ein juristisches Nachspiel drohen.

Übrigens: Die Mutter der Schwarzen dürfte um 17:10 ihr Facebook-Profil gelöscht haben, ist aber mittlerweile wieder reaktiviert worden.

Die Facebook-Seite Fresh – Black Austrian Lifestyle meinte in einer Reaktion, dass das Video, auf dem der Vorfall dokumentiert wurde, nicht weiter geteilt wird, da nicht sichergestellt werden kann, was genau der Auslöser für diese Nicht-Mitnahme war. Doch bis dato ist es noch immer auf der Seite abrufbar.

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