„Standesgemäß“ im Salzburger Prunkschloss wollte der Gambier in Österreich heiraten.

Foto: Bild: Xlibber / Wikimedia (CC BY 2.0)
Festnahme eines illegal aufhältigen Afrikaners sorgt für mediale Aufregung

Die hatte sich ein längst ausreisepflichtiger Gambier wohl anders vorgestellt, seine Hochzeit in Österreich. Obwohl illegal im Lande und ausreisepflichtig, wollte er am letzten Freitag protzig im Marmorsaal des Salzburger Schlosses Mirabell eine Österreicherin ehelichen. Kurz vor der Trauung durchkreuzte die Polizei seine Pläne: Schubhaft.

Festnahme vor Trauung

Mehrmals war er zuvor bereits aufgrund der Dublin-Verordnung nach Italien überstellt worden. Trotzdem sei er wiederholt ins Bundesgebiet eingereist, so das Innenministerium in einer Aussendung.

Besonders dreist: Diesmal wollte er hier sogar heiraten. Doch Minuten vor der Hochzeit konnte die Polizei des bis dahin untergetauchten Gambiers habhaft werden und ihn vor den Augen der Hochzeitsgäste verhaften, was in den Mainstreammedien für Aufregung sorgte. Heute.at verstieg sich gar, die korrekte Amtshandlung als „Skandal in Salzburg“ zu bezeichnen.

Zeigte keinerlei Kooperationsbereitschaft

Dazu stellte das Innenministerium fest, dass der Gambier in den vergangenen beiden Jahren bereits mehrfach aufgrund der Zuständigkeit Italiens laut Dublin-Verordnung nach Süden überstellt worden war. Trotzdem sei er wiederholt illegal ins Bundesgebiet eingereist. Nachdem das Bundesamt für Fremdenwesen und Asyl vom neuerlichen illegalen Aufenthalt Kenntnis erlangt hatte, wurde er im Zuge einer Einvernahme erneut aufgefordert, seiner Ausreiseverpflichtung nachzukommen.

Trotz zahlreicher Aufforderungen seitens des Bundesamtes für Fremdenwesen und Asyl zeigte der Mann laut der Aussendung jedoch keinerlei Kooperationsbereitschaft und kam seiner Verpflichtung zur Mitwirkung nicht nach. Das führte letztlich zu seiner Festnahme.

Verhinderte Braut jammert

Sie sei doch schon seit vier Jahren mit ihm zusammen und ihre beiden Kinder würden ihn als „Vater“ ansehen, jammerte die verhinderte Braut, Susanne B., gegenüber dem Standard. „Aber sie nehmen ihn drei Minuten vor der Heirat vor den Kindern fest“.

Dazu stellte die Behörde klar, dass der zuvor untergetaucht gewesene Afrikaner eben dann festgenommen wurde, wenn man wusste, wo er anzutreffen sei. Allen Beteiligten wäre der mehr als unsichere Aufenthalt des Gambiers in Österreich bewusst gewesen. Dem nun Festgenommenen müsse klar gewesen sein, dass auch eine Eheschließung an seinem unsicheren Aufenthaltsstatus mit all seinen Konsequenzen nichts ändere.

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