Hilflose EU: Betrüger verkauften Pferde- statt Rindfleisch an Konsumenten und bekamen milde Urteile.

Foto: Bild: Shane Yeager / Wikimedia (CC-BY-SA-3.0)
Gefälschte Lebensmittel: Milde Urteile für Täter im EU-Pferdefleischskandal

Die Mühlen der Justiz mahlen langsam und grobkörnig, wenn es um EU-Skandale geht. Im sogenannten EU-Pferdefleischskandal aus dem Jahre 2013 kam es erst jetzt, zu finalen Urteilen gegen die Haupttäter. Und diese sind sehr milde ausgefallen. Für den Haupttäter, den niederländischen Fleischwarenhändler Johannes Fasen, der den groß angelegten Betrug mit der Verarbeitung von Pferdefleisch organisiert hatte, wurden zwei Jahre unbedingter Haft als Strafe ausgesprochen. Der Manager der französischen Fleischwarenfirma Spanghero, Jaques Poujol, erhielt sechs Monate unbedingte Haft.

Zwei weitere Angeklagte kamen sogar mit Bewährungsstrafen davon. Die Staatsanwaltschaft in Paris forderte jeweils vier Jahre Haft in ihren Strafanträgen. Dem folgten die Richter aber nach langer Verfahrensdauer nicht.

500 Tonnen Pferdefleisch als Rindfleisch verkauft

Die Täter hatten nicht weniger als 500 Tonnen Pferdefleisch als Rindfleisch deklariert. Die Fleischwaren fanden sich in Fertigprodukten wie Lasagne oder Gulasch auf den Tellern der Bürger in der EU wieder. Es kam im Zuge dieser illegalen Handlungen zu Betrug und Täuschung der Endkonsumenten.

Der niederländisch-französische Fleischbetrug ist nur die Spitze des Eisbergs. Auch in anderen Lebensmittelbereichen kommt es immer wieder zu Nahrungsmittelfälschungen oder sogar zur Verarbeitung verdorbener Waren. Die Eurokraten in Brüssel bleiben hier aber seit Jahren untätig.

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