Eine künstliche Empörung gibt es, weil HC Strache das Wort „Bevölkerungsaustausch“ verwendet hat.

Foto: Bild: FPÖ
Heuchelei um „Bevölkerungsaustausch“: Angriffe gegen HC Strache vollkommen haltlos

Was Medien und linke Parteien aus ihren Hüten zaubern, kann man nur noch als Griff in den tiefsten Schmutzkübel und als Heuchelei der Sonderklasse bezeichnen. Der freiheitliche Vizekanzler HC Strache „wagt“ es in einem Interview den Betriff „Bevölkerungsaustausch“ zu verwenden und wird dafür allen Ernstes kritisiert. Geht’s noch?

Kommentar von Unzensurix

Zuerst der Reihe nach. Strache gab am Sonntags der Kronen Zeitung ein ausführliches Interview. Darin erwähnte er Folgendes:

Oftmals sind jene, die glauben, anderen eine Grube graben zu können, diejenigen, die am Ende selbst in die Grube hineinfallen. Deshalb gehen wir den Weg für unser Heimatland Österreich, den Kampf gegen den Bevölkerungsaustausch, konsequent weiter, wie es die Menschen von uns auch erwarten.

Daraufhin erwiderte die Interviewpartnerin Conny Bischofberger, dass der Begriff „Bevölkerungsaustausch“ ein Begriff der rechtsextremen Szene sei. Bei aller journalistischer Sorgfalt! Diese Feststellung ist in der Form ein Unsinn. Ein Blick in diverse Suchmaschinen offenbart, dass man das Wort nicht einfach einer rechtsextremen Szene zuordnen kann.

Häufig gebrauchter Begriff

Keine 20 Minuten muss man suchen, um festhalten zu können, dass „Bevölkerungsaustausch“ in vielen Fällen verwendet wurde. Etwa, wenn es um die Frage der Benesch-Dekrete geht. Bekanntlich wurden hunderttausende Sudetendeutsche durch dieses Dekret enteignet, vertrieben und ermordet. Sudetendeutsche wehren sich auch heute noch gegen diese Form von Bevölkerungsaustausch. Dass auch die sowjetische Besatzungsadministration einen Bevölkerungsaustausch nämlich Deutsch-Österreicher gegen Wiener Tschechen in Erwägung zog, wie es in einem Buch heißt, soll nicht unerwähnt bleiben.

In Artikeln dazu findet man dieses „böse Wort“ auch in folgendem Zusammenhang:

Ethnisch homogener Nationalstaat als Ziel
In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts war die massenhafte Aussiedlung von Bevölkerungsgruppen noch nicht, wie heute, geächtet, sondern – im Gegenteil – als Mittel zur Lösung von Minderheitsproblemen international akzeptiert. So wurde etwa der Bevölkerungsaustausch zwischen Griechenland und der Türkei nach 1923 durchaus als Erfolg betrachtet. Der ethnisch homogene Nationalstaat war das angestrebte Ziel, und die Umsiedlung von ganzen Bevölkerungsgruppen war ein Mittel zum Zweck. Es liegt eine besondere Tragik darin, dass diese Logik der Nationalsozialisten auch von ihren Gegnern akzeptiert wurde.

Bevölkerungsaustausch in Syrien

Kritiker warfen dem syrischen Regierungschef Bashar al-Assad einen Bevölkerungsaustausch vor. Niemand wäre auf die Idee gekommen, von einer rechtsextremen Diktion zu sprechen. Wenn Medien über den türkischen Staatschef Recep Tayyip Erdogan berichten, dass dieser einen Bevölkerungsaustausch anordnet, so gibt es Kritik an Erdogan, aber nicht am Wort selbst.

Wird Buch nun verboten?

Unlängst wurde ein Buch mit dem Namen „Bevölkerungsaustausch in Europa: Wie eine globale Elite die Massenmigration nutzt, um die einheimische Bevölkerung zu ersetzen“ herausgegeben. Muss es nun verboten werden, weil das „böse Wort“ verwendet wird? Jedenfalls gibt es eine Buchbesprechung auf dem Blog des bekannten Journalisten Andreas Unterberger. Die große Empörung blieb aus.

Künstliche Empörung vor EU-Wahl

Strache selbst hat den Begriff „Bevölkerungsaustausch“ immer wieder verwendet, so wie auch andere FPÖ-Politiker – übrigens zu Recht. Warum nun ein aktuelles Interview zu einer Empörung führt, dafür kann nur die EU-Wahl verantwortlich sein. Dass sich die Heuchler bei Strache entschuldigen werden, ist freilich nicht zu erwarten. Wie sich hier diverse Kräfte zu Idioten degradieren, hat direkt schon Unterhaltungswert. Wird es der FPÖ schaden? Wohl kaum. Wie machte übrigens HC Strache schon in besagtem Interview eine Anspielung: „Wer anderen eine Grube gräbt .“

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