In Österreich nutzen inzwischen 79,7 Prozent der Bevölkerung das Internet.

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Auswirkungen von Internet und Streaming auf die öffentliche Meinungsbildung nehmen zu

Das World Wide Web hat starke Auswirkungen auf die öffentliche Meinungsbildung. Unzensuriert ist nur ein Beispiel dafür, wie das allgegenwärtige Internet den Zugang zu Medien und Politik verändert. Musste man früher noch die Nachrichten im Fernsehen verfolgen und hatte dafür auch nur eine geringe Anzahl an Quellen, gibt es inzwischen eine gewaltige Auswahl an Blogs und Webseiten, die alle Arten von Meinungen abbilden. Aktuelle technologische Entwicklungen verstärken den Trend der öffentlichen Meinungsbildung im Netz. Welche Auswirkungen hat das? 

Internet fast flächendeckend verbreitet

In Österreich nutzen inzwischen 79,7 Prozent der Bevölkerung das Internet. Nach einem Abflachen in den letzten Jahren hat sich die Zahl im letzten Jahr wieder stärker erhöht. 2018 besaßen außerdem 89 Prozent aller privaten Haushalte des Landes einen Internetzugang. Und das hat Folgen. Die eingangs beschriebenen Beispiele sind nicht die einzigen ihrer Art. Das Internet lässt auch das Volk besser zu Wort kommen: Konnte man sich vor den Zeiten des PCs und Smartphones oft nur telefonisch zum öffentlichen Diskurs melden (und zwar in TV- oder Radio-Sendungen, die ihre Anrufer akribisch auswählten), hat dank des weltweiten Netzes heute jeder Bürger eine Stimme. Nachrichten auch aus den entferntesten Winkeln der Welt erreichen die Öffentlichkeit, viele Gegebenheiten, über welche in den Medien aufgrund geringer Signifikanz nicht berichtet worden wäre, kommen auf diese Weise ins allgemeine Bewusstsein. Das Internet hat eine schier unendliche Bandbreite an Informationen; vor allem, wenn mit einem Fernsehsender, dem nie mehr als 24 Stunden Sendezeit pro Tag zur Verfügung stehen, verglichen wird.?

Streaming ist die nächste große Umwälzung

Die nächste große Umwälzung im digitalen Bereich ist das Streaming von Inhalten auf dem Smartphone, Computer oder smarten Fernsehgerät. Dienste wie Spotify und Apple Music haben die Verkäufe physischer Tonträger wie CDs nahezu obsolet gemacht. Auch beim Konsumieren von Serien und Filmen liegt das Internet inzwischen vorne: Dienste wie Netflix und Prime Video werden jährlich beliebter, besonders die junge Generation zieht sie dem herkömmlichen Fernsehen vor. Ähnlich ersetzen Cloud Games ebenfalls bald die klassische Spielkonsole unter dem Fernsehgerät. Wird beim Cloud Gaming ein Spiel auf dem Server gestartet, sendet der PC oder die Konsole alle nötigen Daten an den Server. Der Spieler sieht lediglich ein Video mit geringer Latenz, kann jedoch weiterhin wie gewohnt mit dem Spiel interagieren – die Berechnung erfolgt komplett über das Netz. Ebenso funktioniert die technologische Übertragung auch bei Live-Videos – und diese haben inzwischen eine große öffentliche Signifikanz, weswegen das technische Verständnis wichtig ist.

Auswirkung auf öffentliche Meinungsbildung

Streaming wird nämlich die öffentliche Meinungsbildung ebenso stark beeinflussen, wie die Social Media Webseiten es zuletzt getan haben. Bereits jetzt kann jeder überall live dabei sein – nicht nur als passiver Konsument, sondern als Erzeuger des Streams. Dies hat man zuletzt wieder beim verheerenden Brand der Notre Dame in Paris gesehen, bei welchem die Bilder live ins Internet übertragen wurden. Viele unabhängige Channels auf Plattformen wie Twitch und YouTube zeigen, wie vielfältig die Meinungsbildung inzwischen geworden ist und wie groß die Einfluss der einzelnen Medien ist – selbst in den politischen Diskurs einzugreifen. Dies ist eine erfreuliche Entwicklung, die sich durch die Allgegenwart der Streaming-Technik noch einmal verstärken wird.

Fazit

Das Internet hat die öffentliche Meinungsbildung im letzten Jahrzehnt stark verändert und erweitert. Jetzt sind es die Möglichkeiten des Streamings, die den Diskurs noch offener gestalten werden. Das Resultat wird – hoffentlich! – eine noch vielschichtigere Medienlandschaft sein und eine noch stärkere Beteiligung der Bürger.

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