Der internationale Trend ist eindeutig: Das Edelmetall Gold wird von Anlegern immer stärker nachgefragt.

Bild: Kotival / Wikimedia (CC-BY-SA-3.0)
Gold Demand Trends: Weltweite Nachfrage nach Gold auf 1.053,3 Tonnen gestiegen

Gute Nachrichten für Eigentümer und Investoren: Die weltweite Nachfrage nach dem Edelmetall Gold ist im 1. Quartal 2019 weiter angestiegen. Wie der World Gold Council (WGC) in seinem aktuellen Bericht „Gold Demand Trends“ berichtet, kam es in den ersten drei Monaten des Jahres 2019 zu einem Nachfrageanstieg auf 1.053,3 Tonnen oder um insgesamt sieben Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum 2018. Die zentralen Gründe waren der steigende Ankauf durch die internationalen Zentralbanken und ein Zuwachs bei den Exchange Traded Funds (EFT) mit Golddeckung.

Konkret geben die „Gold Demand Trends“ folgende Informationen zum Weltgoldmarkt:

Zentralbanken kauften in Q1 145,5 t Gold, das sind 68 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum 2018 mit dem besten Jahresauftakt seit 2013. Risikostreuung und der Wunsch nach einer sicheren, liquiden Anlage waren wieder einmal die treibende Kraft hinter diesem Kaufverhalten. Auf rollierender 4-Quartalsbasis haben die Goldkäufe für unsere Serie mit 715,7 t ein Allzeithoch erreicht.

In Q1 stieg die Nachfrage des Schmucksektors gegenüber dem gleichen Berichtszeitraum des Vorjahres um ein Prozent auf 530,3 t, wobei Indien der nachfragestärkste Markt war. Sinkende Rupien-Goldpreise Ende Februar und Anfang März auf dem lokalen Markt trafen auf die traditionelle Hochzeitssaison mit starken Goldkäufen, was die Nachfrage in Indien auf 125,4 t trieb, ein Zuwachs um fünf Prozent gegenüber dem gleichen Berichtszeitraum des Vorjahres und das beste Q1-Quartalsergebnis seit 2015.

ETF und vergleichbare Produkte trugen in Q1 40,3 t bei  49 Prozent mehr als im Vorjahr. In den USA und Europa notierte Fonds profitierten vom größten Zufluss, wobei das US-Geschäft größeren Schwankungen unterlag und das Europageschäft mit fortgesetzter geopolitischer Instabilität zu kämpfen hatte.

Mit 257,8 t waren Investitionen in Barren und Münzen leicht rückläufig (1 Prozent). Einziger Grund hierfür war eine sinkende Nachfrage nach Goldbarren; die offizielle Nachfrage nach Münzgold stieg um 12 Prozent auf 56,1 t. China und Japan waren die Hauptverursacher des Rückgangs: In Japan gab es nach einem starken Anstieg des lokalen Preises im Februar eine negative Investitionsbilanz zu den Gewinnmitnahmen.

Gold zur Verarbeitung in Produkten wie Elektronik-, Wireless- und LED-Beleuchtungssystemen fiel um drei Prozent  auf 79,3 t. Handelskonflikte, schleppende Verkäufe von Unterhaltungselektronik und eine schwächelnde Weltkonjunktur wirkten sich negativ auf den Technologiesektor aus.

Gesamtgoldangebot bei 1.150 Tonnen im ersten Quartal 2019

Das Gesamtgoldangebot war im ersten Quartal 2019 weitgehend stabil und betrug 1.150 Tonnen, wie aus dem aktuellen Bericht „Gold Demand Trends“ hervorgeht:

In Q1  war das Gesamtangebot an Gold mit 1.150 t nahezu unverändert. Eine leichte Erhöhung bei Minenförderung und Recycling wurde durch einen Rückgang bei Netto-Sicherungsgeschäften geschmälert. Verglichen zu Q1 2018 gab es bei Minenförderung und Recycling mit 852,4 t bzw. 287,6 t einen leichten Anstieg.

Dass der internationale Edelmetallmarkt in Sachen Gold weiter an Attraktivität gewinnt, zeigt etwa das aktuell gestartete Engagement des Erdölstaates Saudiarabien, das in den Goldbergbau in den nächsten Jahren einige Milliarden US-Dollars investieren möchte.

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