Für die Zeitung „Welt“ kommt politische Gewaltbereitschaft nur von rechts. Auf dem linken Auge ist man blind.

Bild: Montecruz Foto /flickt.com / (CC BY-SA 2.0)
Die „Welt“: Bericht über gewaltbereite Rechtsextremisten als Beispiel für Lückenpresse

Ein klassisches Beispiel von Lückenpresse liefert aktuell die Welt. Das heißt, es werden nur jene Tatsachen berichtet, die dem Journalisten politisch zusagen.

So wird in dem Beitrag „12.700 gewaltorientierte Rechtsextremisten in Deutschland“ vor der drohenden Gefahr aus dem rechtsextremen Eck gewarnt. Von den laut Bundesinnenministerium bundesweit 24.000 Rechtsextremisten seien 12.700 gewaltbereit.

Verfassungsschutzbericht von 2017

Kein Wort verliert die Welt darüber, was der Verfassungsschutzbericht von 2017, der 2018 veröffentlicht wurde und jedem Bürger und auch jedem Journalisten zur Verfügung steht, zu den gewaltbereiten Extremisten in Deutschland insgesamt zu berichten weiß. Nämlich dass dem Rechtsextremismuspotenzial von 24.000 Personen ein Linksextremismuspotenzial von 29.500 Personen gegenübersteht.

Die behördliche Einschätzung nach der Gewaltaffinität liegt bei den Rechtsextremen höher, nämlich bei 12.000; bei den Linksextremisten werden „nur“ 9.000 als gewaltbereit eingeschätzt. Welchen Kriterien diese Einschätzung folgt, ist nicht bekannt.

Kein Wort zum eingewanderten Gefährdungspotenzial

Der Verfassungsschutzbericht weist auch das Gewaltpotenzial von Islamisten, also eingewanderter Gefahren für die Bevölkerung aus: Dort werden etwa zehn Organisationen aufgeschlüsselt, wobei bei zweien, darunter der „Islamische Staat“ (IS), keine Angabe zur Anzahl der Personen gemacht wird, da keine gesicherten Zahlen vorliegen.

Personen mit salafistischen Bestrebungen gibt es jedenfalls alleine 10.800 in Deutschland. Doch auch dem türkischen Linksextremismus sowie der Arbeiterpartei Kurdistans, die auf deutschem Boden agieren, werden Einträge gewidmet. Von alledem kein Wort in der Welt.

Bewusstes Erzeugen einseitiger Bilder

Offenbar wollen die Journalisten bewusst das Bild erzeugen, dass lediglich von Rechtsaußen Gefahr für das Land droht. Das ist Lückenpresse der feinsten Art, also das Weglassen wesentlicher Informationen, die für die Beurteilung der Gesamtlage wichtig wären.

Doch die umfassende Berichterstattung passt wohl nicht ins ideologische Konzept der Mainstream-Journalisten. Sie leben lieber nach dem Motto von Pipi Langstrumpf: „Ich mach mir die Welt, wie Sie mir gefällt.“ Kein Wunder, dass die „Alternativen Medien“, wie unzensuriert, immer beliebter werden. Denn dort ist man auf dem linken Auge nicht blind.

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