Der syrische Politikwissenschaftler Bassam Tibi nimmt gegen islamischen Antisemitismus Stellung.

Foto: Bild: C Parlamentsdirektion / Johannes Zinner
Im österreichischen Parlament: Bassam Tibi prangert islamischen Antisemitismus an

Klare Worte fand der in Deutschland tätige syrische Politikwissenschafter Bassam Tibi bei einer Gedenkveranstaltung zur Befreiung des Konzentrationslagers Mauthausen im Österreichischen Parlament am 3. Mai. Nach der Überzeugung Tibis komme der Antisemitismus aktuell nicht nur aus der sogenannten „Nazi-Ecke“, sondern er komme in der Gegenwart als zugewanderter Antisemitismus aus dem arabischen Raum und werde in den islamischen Gemeinden in Europa gelebt.

Der Antisemitismus erscheine zudem oft als Kritik an Israel, das als der „Weltjude“ verkörpert wird, den es „auszumerzen“ gelte. Dies sei ebenso wie die iranischen Atombombendrohungen gegen Israel nichts anderes als ein Aufruf zum Holocaust. Wenn sich der Holocaust einmal wiederholen werde, dann nicht in Europa – hier seien die Menschen reif geworden – sondern im Nahen Osten, gab Tibi zu bedenken.

Kritik am islamischen Antisemitismus ist nicht islamophob

Der Wissenschaftler Tibi sprach sich auch gegen Tendenzen aus, Kritik am islamischen Antisemitismus als islamophob hinzustellen, wie die Parlamentskorrespondenz berichtet:

Außer Zweifel steht für Tibi, dass der islamische Antisemitismus in Europa genauso bekämpft werden muss wie die Islamfeindlichkeit. Angesichts der Tatsache, dass in Europa sechs Millionen Juden ermordet wurden und das jüdische Leben in Europa heute in Gefahr sei, gehe aber nicht an, Islamfeindlichkeit und Antisemitismus gleichzusetzen, bekräftigte Tibi mit Nachdruck.

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